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Was sind Rossby-Wellen?

Rossby-Wellen (auch planetarische Wellen genannt ) sind Wellen im Polarfront-Jet und im Subtropen-Jet. Rossby-Wellen entstehen an der Polarfront durch
– umfangreiche Hoch- und Tiefdruckgebiete,
– an den Rocky Mountains und am Himalaya und
barokline Instabilität.

Rossby-Wellen bestimmen maßgeblich die Großwetterlage am Boden. Vereinfacht gilt: Unter einer nach Norden gewölbte Rossby-Welle wird Warmluft nordwärts transportiert. Am Boden herrscht Hochdruck, trockenes, ruhiges und relativ warmes Wetter. Eine nach Süden gewölbte Rossby-Welle zeigt ein Höhentief an. Kaltluft in der Höhe strömt nach Süden, die Atmosphäre wird instabiler und auch am Boden entwickelt sich ein Tiefdruckgebiet mit Wolken, Niederschlag und wechselhaftes Wetter.

Wichtig ist auch, wie schnell sich die Rossby-Wellen bewegen. Wandern sie zügig von West nach Ost, wechseln Hoch- und Tiefdruckgebiete entsprechend häufig ab. Werden die Rossby-Wellen dagegen nahezu stationär („Blocking“), kann eine Wetterlage über Tage oder sogar Wochen festhängen. Dadurch können beispielsweise länger anhaltende Hitzewellen und Dürren unter einem blockierenden Hoch oder Dauerregen und Überschwemmungen in einem festliegenden Tiefdruckbereich entstehen.

Typisch sind 4 bis 5 Rossby-Wellen; es wurden auch schon 3 bis 7 Rossby-Wellen beobachtet.
Typisch sind 4 bis 5 Rossby-Wellen; es wurden auch schon 3 bis 7 Rossby-Wellen beobachtet.

Diese Antwort wurde von Rolf Dreyer formuliert.