Was ist labil?
Eine Luftschichtung ist labil, wenn ein Luftpaket, das aus seiner Ruhelage nach oben oder unten bewegt wird, sich immer weiter von seiner Ausgangslage entfernt.
Bei labiler Luftschichtung setzt Luft,
– die durch einen von der Sonne erhitzten Erdboden erwärmt wird und daher aufsteigt oder
– über einen Berg streicht und dadurch angehoben wird oder
– durch ein Höhentief angesaugt wird,
ihren Aufstieg beschleunigt fort. Aufsteigende Luft kühlt ab, sodass ihre relative Feuchtigkeit steigt. Ist die Luft auf den Taupunkt abgekühlt, so kondensiert der Wasserdampf zu Wassertröpfchen. Eine Wolke entsteht. Steigt die Luft weiter auf, so werden die Tropfen so groß, dass sie nicht mehr in der Luft schweben und zu Boden fallen. Es regnet.
Das Gegenstück zur Labilität ist Stabilität. Bei labiler wie auch bei stabiler herrscht ein großer vertikaler Temperaturunterschied. Baroklin bedeutet einen großen horizontalen Temperaturunterschied.
In labiler Luftschichtung nimmt die Temperatur in wolkenloser Atmosphäre um mehr als 1 °/100 m Höhenunterschied ab (in Wolken wegen der Kondensationswärme um mehr als 0,65 °/100 m Höhenunterschied) ab.
In stabil geschichteter Luft nimmt die Temperatur in wolkenloser Atmosphäre um weniger als 1 °/100 m Höhenunterschied ab (in Wolken wegen der Kondensationswärme um weniger als 0,65 °/100 m Höhenunterschied) ab.
Bei adiabatischer Luftschichtung nimmt die Temperatur in wolkenloser Atmosphäre um genau 1 °/100 m Höhenunterschied ab (in Wolken wegen der Kondensationswärme um genau 0,65 °/100 m Höhenunterschied) ab.

Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.