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Was ist ein Kompass?

Der Kompass ist das wichtigste Navigationsinstrument an Bord. Mit einem Steuerkompass steuerst du einen Kurs, mit einem Peilkompass kannst du die Richtung zu einem Peilobjekt (zum Beispiel Leuchtturm oder Tonne) bestimmen. Jedes Schiff, auch Yachten und Boote, muss mit einem Magnetkompass und mit einem Magnetpeilkompass ausgerüstet sein.

Ein Magnetkompass nutzt das erdmagnetische Feld. Eine Magnetnadel oder ein Stabmagnet unter der Kompassrose richtet sich nach den magnetischen Feldlinien aus und zeigt die magnetische Nord-Richtung missweisend Nord, mwN) an. Im Wassersport werden meist Fluid-Kompasse (Schwimmkompasse) verwendet, bei denen ein Wasser-Alkohol-Gemisch die Bewegungen der Kompassrose dämpft, damit sie im Seegang nicht zittert.

Wichtig zu wissen ist, dass der Magnetkompass nicht immer genau in die geografische Nordrichtung (rechtweisend Nord, rwN) zeigt. Das liegt zum einen an der Missweisung (die magnetischen Feldlinien verlaufen nicht überall in Nord-Süd-Richtung), zum anderen an der Ablenkung (Deviation), die durch Eisen oder andere Magnetfelder an Bord (z. B. Lautsprecher, Werkzeug) entsteht.

Jeder Kompass muss regelmäßig kontrolliert und nötigenfalls reguliert werden, und alle magnetisierbaren Gegenstände sollten mindestens einen Meter Abstand zum Kompass haben.

Größere Schiffe haben einen Kreiselkompass (Gyro). Dieser zeigt unabhängig von magnetischen Einflüssen nach Norden, da er sich an der Erdachse ausrichtet.

Kugelkompass (Pultkompass)
Kugelkompass (Pultkompass)

Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.

Beantwortet am 18.07.2026

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