Was ist ein Treibanker?
Ein Treibanker ist ein trichterförmiger Sack. Auf einem Motorboot wird ein Treibanker benötigt, wenn bei höherem Seegang die Maschine ausfällt. Ein antriebsloses Boot legt sich immer parallel zu den Wellen. Das kann bei höheren Wellen sehr gefährlich sein, weil die Wellen von der Seite das Boot dann umwerfen können(„KO-Stellung“). Bringt man den Treibanker am Bug aus, so hält er den Bug im Wind und verhindert, dass die Wellen von der Seite kommen.
Wichtig zu wissen: Ein Treibanker ist kein Anker, denn das Boot bleibt damit nicht auf der Stelle, sondern treibt mit dem Wind weiter.
Ein Treibanker dient auf Segelyachten auch dazu, einen Sturm abzuwettern. Dazu wird der Treibanker am am Heck ausgebracht. Das hat mehrere Vorteile: Das Boot läuft dabei die Wellen vorwärts hinunter, der Zug am Heck und der Winddruck auf den Mast halten das Schiff im Wind, das Boot bleibt manövrierfähig, und der scheinbare Wind an Bord wird abgeschwächt.
Wird der Treibanker stattdessen am Bug ausgebracht, bietet das zwar besseren Schutz vor überkommender See, doch das Boot liegt unruhiger und treibt achteraus, was bei einer brechenden Welle gefährlich werden kann, weil es dann über das Heck geworfen werden könnte. Besonders gut bewährt hat sich der „Jordan Series Drogue“, eine Reihe vieler kleiner Bremsfallschirme an einer langen Leine, die am Ende mit einem Gewicht beschwert ist.



Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.