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Was ist beim Abschleppen eines Sportbootes zu beachten?

Beim Abschleppen eines Bootes gibt es einiges zu beachten, damit es sicher gelingt:

– Die Schleppleine sollte möglichst lang sein.
– Sie darf keinesfalls einen Knoten haben, weil ein Knoten die Bruchlast der Leine um die Hälfte reduzieren kann. Eine unter Last stehende, reißende Leine kann einen Menschen erschlagen.
– Aufpassen, dass die Leine nicht ins Wasser fällt und in die Schraube gerät. Sonst würde das Boot manövrierunfähig.
– Natürlich muss die Schleppleine sicher festgemacht werden.
– Wie beim Auto darf nicht ruckartig angefahren werden.

In schwerer See oder einer Notlage muss zusätzlich genau überlegt werden, wie die Leine übergeben wird, ohne dass die Boote zusammenstoßen, und wo sie befestigt wird, um höheren Belastungen standzuhalten. Solche Absprachen (Reihenfolge, Geschwindigkeit) trifft man am besten über UKW-Sprechfunk.

Die Schleppleine sollte nicht am Mast festgemacht werden, wenn dieser auf Deck (und nicht auf dem Kiel) steht. Bei schwachen Klampen sollten die Kräfte auf zwei Klampen verteilt (siehe Abbildung unten) oder die Leine zusätzlich über eine Winsch oder das Ankerspill geführt werden. Beim schleppenden Boot wird die Leine am besten in der Bootsmitte befestigt, damit die Steuerung möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Ganz wichtig ist die Geschwindigkeit: Ein Verdränger darf niemals schneller als seine Rumpfgeschwindigkeit geschleppt werden, sonst kann ein Motorboot kentern oder eine Segelyacht abtauchen und sinken. Deshalb ist es auch problematisch, sich von einem Fischer- oder Berufsschiff schleppen zu lassen, weil diese mit zu hoher Geschwindigkeiten fahren.

Ein unbemanntes Boot kann auch längsseits geschleppt werden; dabei muss es mit Vor- und Achterleine sowie Vor- und Achterspring vertäut werden, und sein Heck sollte vor dem Heck des Schleppers liegen, damit der Verband steuerfähig bleibt.

Wenn – bei stärkerem Seegang – gegen die wellengeschleppt werden muss, entstehen hohe Lasten. Sie sollten auf mehrere Punkte verteilt werden.
Wenn – bei stärkerem Seegang – gegen die wellengeschleppt werden muss, entstehen hohe Lasten. Sie sollten auf mehrere Punkte verteilt werden.

Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.