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Was bedeutet Seenot?

Seenot bedeutet, dass ein Schiff oder eine Person auf See von einer ernsten und unmittelbaren Gefahr bedroht ist und sofortige Hilfe benötigt.

Es muss nicht bereits Lebensgefahr eingetreten sein. Seenot liegt bereits vor, wenn eine ernsthafte, unmittelbar Gefahr droht. Das bedrohte Schiff oder die bedrohte Person muss sich auf See befinden (nicht im Hafen). Fremde Hilfe muss sofort nötig sein; keine Seenot herrscht, solange man sich selbst helfen kann oder wenn nur Sachwerte gefährdet sind.

Beispiele für Seenot sind
– nicht beherrschbares Feuer oder Explosion
– Kollision
– Strandung
– Kenterung
– Sinken
– Legerwall
– Schiff muss verlassen werden
– Piratenüberfall
– Mensch über Bord

Seenot liegt nicht vor, wenn eine Person an Bord die aktuelle Situation für gefährlich hält. Der Schiffsführer allein entscheidet, ob ein Seenotfall eingetreten ist.

In einem Seenotfall ist jedes Schiff auf See (nicht im Hafen) verpflichtet, Hilfe zu leisten. Das SOLAS-Abkommen und die Verordnung über die Sicherung der Seefahrt schreiben vor:

Der Schiffsführer oder sonst für die Sicherheit Verantwortliche eines auf See befindlichen und zur Hilfeleistung fähigen Schiffes, dem gemeldet wird, dass sich Menschen in Seenot befinden, hat ihnen mit größter Geschwindigkeit zu Hilfe zu eilen und ihnen oder dem betreffenden Such- und Rettungsdienst nach Möglichkeit hiervon Kenntnis zu geben.

Im Seenotfall müssen Notsignale gegeben werden.

Die Verwendung von Signalen, die mit echten Notsignalen verwechselt werden könnten, ist verboten.

Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.