Was ist Radeffekt?
Als Radeffekt bezeichnet man den seitlichen Propellerschub. Er entsteht, weil sich ein Propeller quer zur Fahrtrichtung dreht. Das erzeugt nicht nur Schub voraus, sondern auch zur Seite. Ein rechtsgängiger Propeller versetzt bei Vorwärtsfahrt das Heck leicht nach rechts und damit den Bug nach links. Dieser Effekt ist schwach. Bei Rückwärtsfahrt hingegen ist der Wirkungsgrad des Propellers deutlich schlechter. Auch das Boot ist für Vorwärtsfahrt optimiert. Deshalb wirkt sich der Radeffekt bei Rückwärtsfahrt deutlich stärker aus.
Die Stärke des Radeffekts hängt aber vor allem vom Antrieb ab. Bei Außenbordern, bei Z-Antrieb und Saildrive ist er deutlich schwächer als bei starrer schräger Welle – je stärker die Welle geneigt ist, desto größer der Radeffekt.
Der Radeffekt kann ein Hafenmanöver (Wenden auf engem Raum, Anlegen längsseits) versauen, wenn man ihn nicht kennt. Der Radeffekt kann es leichter machen, wenn er richtig eingesetzt wird.



Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.