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Wie hat man sich zu verhalten, wenn ein Mensch über Bord fällt?

Wer über Bord fällt, ist in Lebensgefahr!

Wenn ein Mensch über Bord fällt, muss sofort mit dem lauten Ruf „Mann über Bord!“ die ganze Crew alarmiert werden. Es sind dann drei Maßnahmen zu ergreifen:

1.) die Person im Wasser ständig im Auge behalten („Wahrschau den Mann“),
2.) das Schiff schnell zur Person im Wasser zu manövrieren („Mensch-über-Bord-Manöver“) und
3.) die Person im Wasser an Bord zu heben („Bergung der Person“).

Wenn eine dieser drei Maßnahmen scheitert, ist der Mensch im Wasser verloren.

Als Sofortmaßnahmen sollten
– Rettungsmittel oder einen schwimmende Leine nachgeworfen,
– mit der MOB-Taste am GPS-Navigator die GPS-Position gespeichert,
– ein Mensch-über-Bord-Manöver gefahren und
– die Maschine gestartet werden.

Wirklich schnell führt nur ein Manöver das Schiff zur Person im Wasser zurück: das Quick-Stopp-Manöver:
– sofort anluven,
– das Ruder bis zum Anschlag drehen und
– festhalten.
Dieses Manöver funktioniert perfekt auf Amwind- bis Halbwindkursen und ist auch bei Starkwind gut zu steuern.

Mit einem Motorboot ist das alles viel einfacher. Man stoppt am besten sofort auf und fährt rückwärts zur Person im Wasser zurück.

In jedem Fall muss eine Notmeldung abgegeben werden.

Die Person im Wasser verliert in kaltem Wasser sehr schnell an Kraft. Schon nach wenigen Minuten reicht die Kraft nicht mehr aus, um eine Badeleiter emporzuklettern. Ohne Rettungsweste sind die Überlebenschancen gering.

Selbst wenn man die Person aus dem Wasser bekommt – jede fünfte geborgene Person stirbt nach der Rettung, weil sie zu lange im Wasser war.

Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.