Welche Mensch-über-Bord-Manöver gibt es für Segelyachten?
Für Segelyachten gibt es mehrere Mensch-über-Bord-Manöver:
Das Quick-Stopp-Manöver ist das schnellste: Man luvt sofort an und dreht das Ruder bis zum Anschlag, ohne die Segel zu verändern. Es funktioniert am besten auf Amwind- bis Halbwindkursen, auch bei Starkwind, und ist leicht zu steuern.
Ein Manöver mit Q-Wende ist deutlich komplizierter und langwieriger: Dabei wird eine Wende gefahren und mit einem Nahezu-Aufschießer das Boot an die Person im Wasser gesteuert. Dieses Manöver ist umstritten, weil dabei die Gefahr besteht, den Menschen im Wasser aus den Augen zu verlieren.
Segelt das Boot unter Spinnaker, muss zuerst der Spinnaker geborgen werden – notfalls die Spi-Schoten fliegen lassen – und man kehrt mit Maschinenunterstützung zur Person im Wasser zurück.
Außerdem kann ein Segelboot beidrehen, um einen Überbordgefallenen zu bergen: Dazu wird gewendet, ohne die Fock- oder Großschot loszuwerfen, und das Ruder nach Luv gelegt. Das Schiff liegt dann relativ ruhig und treibt nur wenig ab.
In jedem Fall gehören zu den Sofortmaßnahmen zusätzlich: Rettungsmittel nachwerfen, die MOB-Taste am GPS-Navigator drücken, um die Position zu speichern, die Maschine starten und eine Notmeldung abgeben.




Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.