Was versteht man unter Kartentiefe?
Die in der Seekarte angegebene Wassertiefe heißt Kartentiefe. Das ist die auf das Seekartennull bezogene Wassertiefe. In deutschen Seekarten wird die Tiefe in Meter und Dezimeter angegeben. In alten britischen Seekarten wird die Tiefe in Faden und Fuß angegeben.
In Seekarten werden Gebiete je nach Kartentiefe farbig (weiß, hellblau oder grün) dargestellt.
Die tatsächliche Wassertiefe kann von der Kartentiefe abweichen. Ursächlich dafür sind Gezeiten und lang anhaltender, starker Wind, der Wasser in ein Seegebiet hinein- oder aus einem Seegebiet hinausdrücken kann.
Wassertiefe = Kartentiefe + Höhe der Gezeit
In Gezeitenrevieren, wie der Nordsee, ergibt sich die tatsächliche Wassertiefe als Summe aus der Kartentiefe plus der Höhe der Gezeit: Wassertiefe = Kartentiefe + Höhe der Gezeit.
Mittlerer Wasserstand
In gezeitenfreien Revieren, wie Ostsee und Mittelmeer, ist die Kartentiefe, die Wassertiefe bei mittlerem Wasserstand.

Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.