Was ist eine GPS-Position?
Eine GPS-Position ist der mithilfe des Global Positioning Systems ermittelte Standort (Fix) eines Schiffes. Die Position wird von einem GPS-Gerät in geografischen Koordinaten, zum Beispiel
54° 32' 51.22'' N, 010° 48' 13'.06'' W
angegeben. Die Angabe erfolgt auf Basis des Bezugssystems World Geodetic System 1984 (WGS 84). Die Genauigkeit einer solchen Position liegt normalerweise bei etwa 10 bis 20 Meter und lässt sich am sogenannten HDOP-Wert ablesen: je kleiner dieser Wert, desto genauer die Position.
In der Navigation wird die GPS-Position eines Bootes direkt auf einem Kartenplotter angezeigt und als
54° 32,9' N, 010° 48,2' W
in eine Papierseekarte eingetragen.
Im Seefunk wird die GPS-Position ständig in das Funkgerät eingespeist, sodass bei Abgabe eines DSC-Notalarms die aktuelle Position übermittelt wird – im obigen Beispiel als
54° 32' N, 010° 48' W.
Die Genauigkeit dieser Angabe beträgt etwa eine Seemeile. Das reicht den Seenotrettern aus, um die Unglücksstelle zu finden.
Moderne GPS-Geräte nutzen nicht nur die Signale der GPS-Satelliten, sondern auch die von Galileo und dem russischen System Glonass. Anstatt von GPS-Geräten spricht man daher von Globalen Satelliten-Navigationssystemen (Global Navigation Satellite Systems, GNSS).
Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.