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Was ist die Corioliskraft?
Die Corioliskraft ist eine Scheinkraft, die durch die Drehung der Erde entsteht. Da sich die Erde links herum dreht (wie man an der nach rechts wandernden Sonne erkennt), bewirkt sie auf der nördlichen Halbkugel eine rechtsablenkende Kraft und auf der südlichen Halbkugel (wo die Sonne nach rechts wandert) eine linksablenkende Kraft. Dadurch strömt der Wind auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn aus einem Hoch heraus und gegen den Uhrzeigersinn in ein Tief hinein; auf der Südhalbkugel verhält es sich umgekehrt.
Ein anschauliches Bild dafür ist ein schnell drehendes Karussell, das sich wie die Erde nach links dreht: Ein Kind will ein anderes am gegenüberliegenden Rand mit einer Wasserpistole treffen. Doch das Karussell dreht sich unter dem Wasserstrahl hinweg, sodass der Strahl sein Ziel verfehlt. Vom Karussell aus betrachtet scheint eine Kraft – eben die Corioliskraft – den Strahl abzulenken, obwohl er tatsächlich geradeaus fliegt.
Die Stärke der Corioliskraft hängt von der geografischen Breite ab: Am Äquator ist sie null, sie wächst mit zunehmender Breite und ist an den Polen am stärksten. Als ablenkende Kraft bremst sie zugleich die Luftbewegung und verringert dadurch die Windstärke.
Lang andauernder Höhenwind (Gradientwind) weht parallel zu den Isobaren, weil sich dann Druckgradientenkraft und Corioliskraft im Gleichgewicht befinden. Nur in unteren Luftschichten, wo sich die Bodenreibung auswirkt, schneidet der Wind die Isobaren.
Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.
Beantwortet am 16.07.2026