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Was ist beim Anlegen zu beachten?

Vorbereitung

Vor dem Anlegen müssen Fender an die Außenhaut gehängt und die Festmacher an Deck belegt werden.

In spitzem Winkel

Zum Anlegen läuft man langsam in spitzem Winkel auf den Steg zu. Ein bis zwei Meter bevor der Steg erreicht ist, wird Leerlauf eingelegt und der Antrieb (Z-Antrieb oder Außenborder) zum Steg geschwenkt. Nun wird mit Fahrt achteraus das Boot aufgestoppt und gleichzeitig das Heck zum Steg gezogen (siehe Abbildung unten).

Radeffekt

Hat ein Boot Radeffekt und zum Beispiel einen rechtsgängigen Propeller, so dreht der Propeller bei Rückwärtsfahrt nach links und zieht das Heck nach Backbord. Dann ist die Backbordseite die „Schokoladenseite“ beim Anlegen. Man legt wieder in spitzen Winkel an und beim Aufstoppen wird das Heck nach links, also zum Steg hin, gezogen.

Der Wind entscheidet

Ohne Wind kann im Hafen problemlos manövriert werden. Bei stärkerem Wind jedoch entscheidet der Wind über den Erfolg eines Anlegemanövers. Vor allem Segelyachten mit ihrem hohen Mast, aber auch Motorboote mit hohen Aufbauten, müssen beim Anlegen die Wirkung des Windes beachten. Ein 15 m hoher Mast mit 20 cm Profil entspricht einem aufgespannten Bettlaken in 7,5 m Höhe.

Bei stärkerem Wind sucht man den Liegeplatz so aus, dass der Wind beim Anlegen von vorne oder von der Seite kommt. Wind von vorne bremst und man kann gefühlvoll aufstoppen. Bei auflandigem Wind, der von der Seite zum Steg weht, muss nur neben dem Liegeplatz aufgestoppt werden. Dann drückt der Wind das Schiff langsam zum Liegeplatz.

Wind von achtern schiebt das Boot und erschwert das Stoppen. Bei ablandigem Wind sollte mit dem Heck angelegt, die Heckleine befestigt und dann Gas voraus gegeben werden. So wird das Boot an den Steg gedrückt.

Viele Segler und Motorbootfahrer haben diesen Sachverhalt nicht verstanden und ziehen ein Boot mit Bugstrahlruder vor. Mit Querschub lässt sich ein Boot einfach manövrieren. Kinderleicht ist Anlegen mit zwei Maschinen und Pod-Antrieb, der mit einem Joystick gesteuert wird.

Im Prinzip gilt das Gleiche auch für Strom. Aber Strom setzt nicht in einem Hafen, sondern nur an einem Flussufer. Hier legt man gegen den Strom an.

Beim Anlegen wird der Antrieb zum Steg geschwenkt. Mit Fahrt achteraus wird aufgestoppt und gleichzeitig das Heck zum Steg gezogen.
Beim Anlegen wird der Antrieb zum Steg geschwenkt. Mit Fahrt achteraus wird aufgestoppt und gleichzeitig das Heck zum Steg gezogen.

Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.