Wie ankert man mit einem Boot?
Beim Ankern geht man in mehreren Schritten vor.
Ankerplatz
Zuerst sucht man einen geeigneten Ankerplatz: Er muss Schutz vor Wind und Seegang bieten, darf nicht zu tief sein, muss groß genug zum Schwojen sein und einen geeigneten Ankergrund haben (Sand ist gut geeignet). Bei auflandigem Wind sollte nicht vor einer Küste geankert werden.
Vorbereitung
Wenn Anker und Kette oder Trosse klar zum Fallen sind, steuert man genau in Windrichtung, stoppt das Schiff auf und lässt den Anker fallen. Der Anker darf nicht geworfen werden, sondern soll langsam auf den Grund gleiten, damit sich die Trosse nicht um die Flunken wickelt.
Ankermanöver
Sobald der Anker den Grund erreicht hat, fährt man mit dem Wind langsam recht achteraus und gibt dabei ständig Kette oder Leine heraus, ohne den Anker zu belasten. Der Anker soll sich gefühlvoll eingraben, ein Einrucken der Kette wäre falsch. Als Faustregel sollte bei einer Kette mindestens die 5-fache Wassertiefe ausgegeben werden, bei schlechtem Wetter oder Grund die 10- bis 12-fache.
Ankerwache
Prüfe, ob der Anker hält. Vibriert die Kette oder Trosse, so pflügt der Anker durch den Grund und hält nicht. Zusätzlich sollte man die Wassertiefe notieren, den Abstand zu anderen Schiffen beobachten oder markante Objekte an Land peilen. Möchte man längere Zeit vor Anker liegen bleiben, so sollte man eine Ankerwache-App nutzen, die warnt, wenn das Boot vertreibt.
Ankersignale
Wichtig ist außerdem, tagsüber einen schwarzen Ball und nachts ein weißes Licht zu setzen, sowie Ankerwache zu halten, damit bei Wetteränderung oder wenn der Anker nicht hält rechtzeitig reagiert werden kann.
Ankerauf
Um ankerauf zu gehen, läuft man unter Maschine langsam zum Anker – so langsam wie eine Ankertrosse per Hand oder eine Ankerkette von einer Ankerwinsch eingeholt werden kann.
Steht die Kette oder Trosse senkrecht, so bricht der Anker aus dem Grund. Jetzt ist das Boot frei. Mit langsamer Fahrt läuft man weiter, während die restliche Kette oder Trosse mit dem Anker an Bord geholt wird.


Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.