Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die praktische Fahrausbildung?

Anders als beim Autoführerschein gibt es beim Sportbootführerschein keine Pflichtstunden. Auch kann die Fahrprüfung für einen Sportbootführerschein nicht mit der für einen Autoführerschein verglichen werden. Beim Sportbootführerschein sitzt du nur 5 Minuten am Steuer. Dann kommt schon der Nächste dran. Während der Nächste fährt, musst du sechs Knoten vorführen, eine Peilung machen und drei Schallsignale kennen. Das war schon die ganze praktische Prüfung.
Die Knoten, die Schallsignale und das Peilen hast du bereits im Online-Kurs gelernt. Dafür brauchst du keinen Fahrlehrer mehr. Auch die 5 Fahrmanöver, die in der Prüfung 5 Minuten dauern, kennst du bereits aus dem Online-Kurs. Eine Bootsfahrschule brauchst du nur, um die Fahrmanöver noch mal auf einem echten Boot auszuprobieren. In einer Stunde kannst du also zehn Mal die Prüfung fahren. Deshalb reicht im Prinzip eine Fahrstunde aus. Aber manche Bootsfahrschulen möchten lieber mehr verkaufen. In vielen Gegenden haben sich die Bootsfahrschulen untereinander abgesprochen und bieten immer nur zwei Fahrstunden, in manchen Gegenden sogar nur vier Fahrstunden an. Darunter machen sie es nicht.
Lass dir von einer Bootsfahrschule nicht vormachen, dass dich die Fahrstunden auf die spätere Praxis vorbereiten. Das stimmt nicht! Die Fahrmanöver, die du dort lernst, um die Prüfung zu bestehen, sind vollkommen praxisfern. Kein Mensch macht das später so. Wenn du eine Ausbildung für die Praxis suchst, dann empfehle ich dir, die Bootsvermietung, bei der du zum ersten Mal ein Motorboot ausleihen möchtest, zu bitten, dir einen HiWi zu vermitteln. Dem drückst du 50 € in die Hand und der zeigt dir dann die Fahrmanöver, wenn man sie in der Praxis macht. Zudem erklärt er dir das Boot in allen Einzelheiten. Das ist viel mehr wert als eine zusätzliche Fahrstunde und kostet viel weniger.
Im letzten Kapitel des Online-Kurses (2. Teil) findest du eine Liste mit etwa 500 Partnerschulen jeweils mit Name und Handynummer Name des Fahrlehrers, Internetseite und Kosten. Hier wird ja auch alles rund um das Buchen einer praktischen Ausbildung erklärt.