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Häufig gestellte Fragen

Woraus besteht die ärztliche Untersuchung?

Die Untersuchung muss durch einen Arzt, am besten durch den Hausarzt, erfolgen. Drucke das Fomular für die Untersuchung doppel­seitig aus, schau es einmal durch und nimm es mit zum Arzt. Die Unter­suchung besteht aus drei Teilen.

1.) Die Tauglichkeit muss ein Arzt be­schei­­n­i­gen. Dazu darfst du keine körperliche oder psychische Erkrankung (z. B. Alkohol­miss­brauch, Drogenabhängigkeit, Epilepsie oder Psychosen) haben, mit denen du ein Sport­boot (oder Auto) nicht führen könntest. Halte für die Untersuchung deinen Kfz-Führer­schein bereit. Diese Untersuchung sollte etwa fünf Minuten dauern.

2.) Beim Sehtest wird (z. B. anhand einer Tafel mit immer kleiner werdenden Zahlen und Buchstaben) deine Sehkraft festgestellt. Dann werden dir die Ishihara-Tafeln vor­gelegt, um dein Farb­unter­schei­dungs­vermö­gen zu untersuchen. Das sind DIN-A4-Tafeln mit rot-roten, grün-grünen und rot-grünen Mosaiken, die eine Zahl oder einen Buchstaben darstellen. Viele Ärzte haben weder eine Tafel zum Ermitteln der Sehkraft noch die Ishihara-Tafeln. Deshalb fragst du am besten, ob diese Tafeln in der Praxis vorhanden sind, wenn du einen Termin ver­ein­barst. Falls nein, gehe vorher zu einem Optiker (Sehteststelle), der dir bescheinigt, dass den Sehtest, wie in Teil 2 des Taug­lich­keits­formulars beschrieben, bestanden hast.

3.) Der letzte Teil besteht aus einer kleinen Höruntersuchung. Sie beschränkt sich da­rauf, dass jemand aus drei Meter Ent­fer­nung zu dir spricht, während du ein Ohr zuhältst und aus fünf Meter Entfernung, wenn beide Ohren offen sind. Das muss auch kein Arzt bescheinigen, das machen viele Hör­geräte­akustiker kostenlos.

Wenn du auf die Schnelle keinen Arzttermin bekommst, so findest du im letzten Kapitel des Online-Kurses eine lange Liste mit Ärzten, darunter auch Ärzte, die die Unter­suchung per Videokonferenz anbieten. Bei denen gibt es keine lange Wartezeit. Dann müsstest du jedoch den Sehtest und den Hörtest vorher absolvieren, weil dies per Videokonferenz nicht möglich ist.

Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten, da es sich hier um eine sportärztliche Untersuchung handelt.

Atteste für Flieger, Taucher oder Busfahrer werden leider nicht anerkannt. Der Gesetz­geber wollte die Entscheidung, ob solche Atteste medizinisch gleichwertig sind, nicht einem Prüfungsausschuss überlassen.