Sportbootführerschein ohne praktische Prüfung

26. Mai 2020

Wer keine praktische Prüfung ablegen muss, kann beim Erwerb eines Sportbootführerscheins viel Geld sparen. Denn die Kosten für die Fahrstunden und für die Fahrprüfung entfallen dann. Der Sportbootführerschein See kostet dann nur noch 115,- € (Online-Kurs: 40,- €, Prüfungsgebühr: 75,- €); der Sportbootführerschein Binnen ist 5,- € billiger. Aber in welchen Fällen wird die praktische Prüfung erlassen?

Fall 1 Wer einen Sportbootführerschein See, besitzt muss beim Erwerb des Sportbootführerscheins Binnen keine praktische Prüfung ablegen. Das gilt immer, egal wann der Sportbootführerschein See gemacht wurde. 

Fall 2 Wer ein Bodenseeschifferpatent besitzt und dabei eine erweiterte praktische Prüfung mit Navigation abgelegt hat, dem wird beim Sportbootführerschein See die praktische Prüfung erlassen. Dazu muss der gelbe Navigationsschein der Anmeldung zur Prüfung beigefügt werden. Wer den gelben Navigationsschein verloren hat oder nicht weiß, ob die erweiterte praktische Prüfung gemacht wurde, möge sich bitte an das Landratsamt wenden, welches das Bodenseeschifferpatent ausgestellt hat. 

Wer ein Bodenseeschifferpatent besitzt, egal ob mit erweiterter praktischer Prüfung oder ohne, dem wird der Sportbootführerschein Binnen ohne Prüfung ausgestellt. Das sollte man unbedingt machen, denn dadurch reduziert sich beim Sportbootführerschein See der Fragenkatalog um 25 % und die praktische Prüfung beschränkt sich auf die Pflichtmanöver. Das verkürzt die praktische Ausbildung und man kann Geld sparen.

Fall 3 Wer im Ausland einen Bootsführerschein erworben hat, muss beim Sportbootführerschein See ebenfalls keine praktische Prüfung mehr ablegen – aber nur wenn der ausländische Bootsführerschein das Internationale Zertifikat nach der Resolution Nr. 40 ECE enthält. Diese Resolution wird in Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Moldau, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweiz, Serbien, Slowakei, Südafrika, Tschechien, Ukraine, Ungarn, USA und Weißrussland angewendet. Genaue Information finden Sie in der amtlichen Bekanntmachung.

Muss ich mein Boot anmelden? Braucht mein Boot ein Kennzeichen?

22. März 2020

Kurze Frage, kurze Antwort: Ja, wenn Sie auf Binnengewässern fahren wollen. Nein, wenn es an die deutsche Küste gehen soll. Wenn Sie in das Ausland fahren wollen, sollten Sie Ihr Boot registrieren lassen und Bootspapiere mitführen.

Kennzeichnung in der Seeschifffahrt

Vor den deutschen Küsten, genauer auf den Seeschifffahrtsstraßen und im deutschen Küstenmeer, ist für Yachten und Boote von weniger als 15 m Länge keine Anmeldung erforderlich. Kennzeichen und Papiere sind nicht vorgeschrieben. Üblicherweise haben Schiffe und Boote einen Namen und zumeist auch einen Heimathafen und beides ist dann am Heck oder an beiden Seiten angeklebt. Bei Trailerbooten ohne Heimathafen kann der Wohnort des Eigners gewählt werden, wenn der Ort an einer Wasserstraße liegt. Sonst ist eben nur der Name angebracht und wenn bei einem kleinen Schlauch- oder Angelboot auch der Name fehlen sollte, macht es auch nichts.
Bei einer behördlichen Kontrolle könnte neben dem Sportbootführerschein auch kontrolliert werden, ob man der Eigner ist, weil vielleicht ein Boot gleichen Typs gestohlen wurde. Dann könnte das Eigentum mit einem Kaufvertrag oder einer Rechnung glaubhaft gemacht werden.
Dies gilt nur für private Boote und Yachten. Miet- oder Charterboote und Jetski müssen grundsätzlich amtlich registriert werden. Sie müssen ein Kennzeichen haben und Papiere an Bord mitführen.

Schiffspapiere für die Seeschifffahrt

Auch wenn es nicht vorgeschrieben ist, haben sich viele Eigner einen Schiffsausweis ausstellen lassen. Das kann bei Reisen in das Ausland vorgeschrieben oder zumindest hilfreich sein. Dabei stehen drei Dokumente zur Auswahl.

Internationaler Bootsschein

Für kleinere Boote wird zumeist der Internationale Bootsschein gewählt. Er kann vom Deutschen Segler-Verband (DSV), vom Deutschen Motoryacht Verband (DMYV) und vom ADAC ausgestellt werden. Dort ist das Boot dann registriert. Jede Änderung am Boot – zum Beispiel der Austausch des Motors – und beim Eigner – zum Beispiel ein Umzug – muss dem DSV, DMYV oder ADAC umgehend mitgeteilt werden.
Nachteilig beim Internationalen Bootsschein ist, dass er im Ausland nur anerkannt wird, wenn das Ausstellungsdatum nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Zur Erneuerung muss der Internationale Bootsschein im Original zurückgeschickt und ein neu beantragt werden. Obwohl der Internationale Bootsschein kein amtliches Dokument ist, wird er europaweit amtlich anerkannt.

Flaggenzertifikat

Das Flaggenzertifikat ist ein amtliches Dokument, ausgestellt vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Hamburg. Es ist acht Jahre lang gültig. Das Flaggenzertifikat wird nur für Seeschiffe ausgestellt. Dies sind Yachten und Boote, welche die Entwurfskategorie A oder B der EU-Sportbootrichtlinie erfüllen, also für Windstärke 8 und Wellenhöhen bis vier oder mehr Meter ausgelegt sind. Wird das Schiff verkauft, so ist das Flaggenzertifikat an das BSH zurückzuschicken.
Ein deutsches Seeschiff muss nach dem Flaggenrechtsgesetz die Bundesflagge führen. Das Flaggenzertifikat bescheinigt, dass dieses Schiff dazu berechtigt ist. (Bei bis zu 15 Meter Länge wird in Deutschland keine Genehmigung zum Führen der Bundesflagge benötigt.) Das Flaggenzertifikat kann nur für Seeschiffe ausgestellt werden, deren Länge 15 Meter nicht übersteigt.

Schiffszertifikat

Deutsche Seeschiffe über 15 m Länge müssen in ein deutsches Seeschiffsregister eingetragen werden, deutsche Seeschiffe von bis zu 15 m Länge können in ein Seeschiffsregister eingetragen werden. Seeschiffsregister sind den Grundbüchern vergleichbar; sie werden ebenfalls von Amtsgerichten geführt (siehe Liste auf elwis.de). Mit der Eintragung erhält der Eigner ein Schiffszertifikat. Zugleich wird dem Schiff ein Unterscheidungssignal zugewiesen, das im Funkverkehr als Rufzeichen verwendet wird. Das Unterscheidungssignal deutscher Seeschiffe besteht aus vier Buchstaben aus der Buchstabenreihe DAAA bis DRZZ; manchmal ist noch eine Ziffer angehängt. Ein Seeschiff, für das ein Schiffszertifikat erteilt ist, muss seinen Namen an jeder Seite des Bugs und seinen Namen sowie den Namen des Heimathafens am Heck in gut sichtbaren und fest angebrachten Schriftzeichen führen. Beim Verkauf eines solchen Schiffes erfolgt der Eigentumsübergang durch Umschreibung des Seeschiffsregisters. Dazu muss ein notariell beglaubigter Kaufvertrag vorgelegt werden. (Anders als beim Verkauf von Immobilien muss der Notar nur die Unterschrift beglaubigen.)

Schiffspapiere für die Binnenschifffahrt

In der Binnenschifffahrt gibt es für Schiffe den Schiffsbrief und für Kleinfahrzeuge den Ausweis über das Kleinfahrzeugkennzeichen. So wie ein Seeschiff mit seinen Schiffspapieren auch auf Binnengewässern fahren darf, so darf ein Binnenschiff oder Kleinfahrzeug mit seinen Dokumenten auch Seegewässer befahren.

Schiffsbrief

Dem Schiffszertifikat für die Seeschifffahrt entspricht der Schiffsbrief für die Binnenschifffahrt. Der Schiffsbrief wird von einem Amtsgericht ausgestellt, wenn ein Binnenschiff in sein Binnenschiffsregister eingetragen wurde. Während Seeschiffe über 15 Meter Länge registerpflichtig sind, beträgt die Grenze bei Binnenschiffen 10 Tonnen Gewicht (= 10 Kubikmeter Wasserverdrängung). Kleinere Fahrzeuge können eingetragen werden, wenn sie mindestens 5 Tonnen Gewicht haben.

Ausweis über das Kleinfahrzeugkennzeichen

Auch ein Kleinfahrzeug kann amtlich registriert werden – bei einem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Dann bekommt man ein Kennzeichen zugeteilt und dazu den Ausweis über das Kleinfahrzeugkennzeichen. Dieser Ausweis ist europaweit (mit Ausnahme der Schweiz, siehe unten) gültig. Der Ausweis über das Kleinfahrzeugkennzeichen ist unbefristet gültig – auch im Ausland. Allerdings sieht der Ausweis immer noch wie ein uralter, grauer Kfz-Führerschein aus. Deshalb ist er nicht in allen ausländischen Behörden bekannt. Das kann bei einer Kontrolle zu Schwierigkeiten führen.

Kennzeichenpflicht in der Binnenschifffahrt

Auf Seeschifffahrtsstraßen reichen Schiffsname und Heimathafen zur Kennzeichnung eines Schiffes aus – auf Binnenschifffahrtsstraßen, dem Rhein, der Mosel und der Donau nicht. Hier muss ein Kennzeichen geführt werden. Das Kennzeichen ist am Heck oder auf beiden Seiten des Rumpfes am Bug oder Heck anzubringen und zwar in mindestens 10 cm großen Ziffern und Buchstaben in einer sich deutlich vom Rumpf abhebenden Farbe.
Kein Kennzeichen brauchen Ruder- und Paddelboote, Segelboote bis zu 5,50 m Länge und Motorboote mit nicht mehr als 2,21 kW (3 PS) Nutzleistung. Auch Behördenfahrzeuge und Fahrzeuge der Wasserrettung sind von der Kennzeichenpflicht befreit.

Kennzeichen in der Binnenschifffahrt

Beim Kennzeichen kommt es darauf an, wo das Schiff oder Boot registriert ist:

  • Boote, für die ein Ausweis über das Kleinfahrzeugkennzeichen erteilt wurde, verwenden das darin genannte Kennzeichen.
  • Wurde ein Internationaler Bootsschein ausgestellt, so ist dessen Nummer das Kennzeichen. Dieser Nummer ist ein S anzuhängen, wenn das Boot beim Deutschen Segler-Verband registriert wurde, ein M oder A, wenn der Deutsche Motoryachtverband oder der ADAC das Boot registriert hat.
  • Für Yachten mit Flaggenzertifikat wird die Nummer des Flaggenzertifikats mit angehängtem F als Kennzeichen verwendet.
  • Bei einem in ein Seeschiffsregister eingetragenen Schiff ist sein Unterscheidungssignal das Kennzeichen.
  • Binnenschiffe nehmen die Binnenschiffsregisternummer mit angehängtem B.
  • Auch das von der Bundesnetzagentur zugeteilte Funkrufzeichen ist als Kennzeichen anerkannt.
  • Mietboote müssen das Vermietungskennzeichen als Kennzeichen verwenden.
  • Auch nach Landesrecht zugeteilte Kennzeichen, zum Beispiel für den Bodensee, sind erlaubt.

Der Eigner hat die freie Auswahl, wo er sein Boot registrieren und von wem er sich das Kennzeichen ausstellen lässt. Eine Ausnahme gilt für Jetski. Sie müssen ein amtliches Kennzeichen führen, ein amtlich anerkanntes Kennzeichen (Internationaler Bootsschein) ist nicht erlaubt.

Abweichende Vorschriften für die Schweiz

Auf schweizerischen Seen dürfen ausländische Boote nur fahren, wenn sie ein schweizerisches Kennzeichen und eine schifffahrtspolizeiliche Bewilligung besitzen. Diese wird durch einen einen schweizerischen Schiffsausweis nachgewiesen. Dies gilt nicht für den schweizerischen Teil des Bodensees. Er darf mit denselben Papieren befahren werden, die auch im deutschen Teil des Bodensees vorgeschrieben sind.

Beiboote

Auf Binnenschifffahrtsstraßen, dem Rhein, der Mosel und der Donau muss auch ein Beiboot (engl. tender) registriert werden, es sei denn, es hat nicht mehr als 3 PS Nutzleistung. Auf Seeschifffahrtsstraßen gibt es eine solche Grenze nicht. Im Ausland wird ein Beiboot mit tt und Name des Mutterschiffs beschriftet, „tt Princess“ wird „tender to Princess“ gesprochen.

Neue Funk-Prüfungen ab dem 1.10.18

3. Mai 2018

Anrufe auf Englisch

Ab dem 1.10.18 müssen Anrufe auch in UBI-Prüfungen teilweise auf Englisch gesprochen werden. Dann muss

All Stations (statt An alle Schiffsfunkstellen)
This is (statt Hier ist)
Received Mayday (statt Erhalten Mayday)

gesprochen werden und es ist auch stets das Rufzeichen zu nennen. Während bisher im Binnenschifffahrtsfunk der Schiffstyp immer dem Schiffsnamen vorangestellt wurde (Motorboot Monika), soll in UBI-Prüfungen ab dem 1.10.18 der Schiffstyp nur noch in Notmeldungen und bei deren Empfangsbestätigung angegeben werden, nicht jedoch bei Weiterleitungen, beim Auferlegen von Funkstille und beim Beenden des Notverkehrs. Auch bei Dringlichkeits- und Sicherheitsmeldungen sowie bei Routineanrufen an All Stations wird der Schiffstyp nicht genannt. Das Schema der in der praktischen UBI-Prüfung abzugebenden Meldungen wird in der Sprechfunktafel dargestellt.

Beispiele

Abgabe einer Notmeldung

Mayday  Mayday  Mayday
This is
Motorboot Jackass Jackass Jackass/DC2122
Mayday Motorboot Jackass/DC2122
Im Wesel-Datteln Kanal
bei KM 22  westwärts fahrend.

Ich bin gegen die Uferböschung gekracht und sinke jetzt.
Ich brauche Hilfe.
Bitte kommen.

Bestätigung des Empfangs einer Notmeldung

Mayday
Motorboot Jackass/DC2122
This is
Motorboot Volle Kanne/DA4177
Received Mayday

Weiterleitung einer Notmeldung

Mayday Relay  Mayday Relay  Mayday Relay
Duisburg Revierzentrale
Duisburg Revierzentrale
Duisburg Revierzentrale

This is
Volle Kanne  Volle Kanne  Volle Kanne/DA4177
Folgende Notmeldung habe ich um 09 Uhr 30 empfangen:
„Mayday Motorboot Jackass/DC2122
Im Wesel-Datteln Kanal
bei KM 22  westwärts fahrend.
Ich bin gegen die Uferböschung gekracht und sinke jetzt.
Ich brauche Hilfe.“
Ende.

Funkstille gebieten

All Stations oder Schiffsname des Störers
Silence Mayday

Beenden des Notverkehrs

Mayday
All Stations

All Stations
All Stations

This is
Volle Kanne  Volle Kanne  Volle Kanne/DA4177
12 Uhr 15
Jackass/DC2122
Silence fini

Abgabe einer Dringlichkeitsmeldung

Pan Pan  Pan Pan  Pan Pan
Magdeburg Revierzentrale
Magdeburg Revierzentrale
Magdeburg Revierzentrale
This is
Kessi Wessi
Kessi Wessi
Kessi Wessi
/DA4200
im Havelkanal KM 20
südwärts fahrend.

Eine Person verletzt, Beinbruch.
Dringend Rettungsfahrzeug benötigt.
Bitte kommen
oder Ende.

Abgabe einer Sicherheitsmeldung 

Sécurité  Sécurité  Sécurité
Kitzingen Schleuse

Kitzingen Schleuse
Kitzingen Schleuse
This is
O nass is
O nass is
O nass is/DC3245
bei Mainkilometer 280
zu Tal fahrend.

Ich beobachte einen im Fahrwasser treibenden Baumstamm.
Bitte kommen oder Ende.

Routineverkehr

Schubverband Ruhig bleiben
Schubverband Ruhig bleiben
Schubverband Ruhig bleiben
This is
Lass jucken  Lass jucken  Lass jucken/DC3232
Bei Kilometer 42 
westwärts fahrend.
Ich möchte überholen.
Bitte kommen 

Wesseling Hafen
Wesseling Hafen
Wesseling Hafen
This is
Nautilus Nautilus Nautilus/DG5529
Bei Kilometer 671
talfahrend.
Ich möchte in den Hafen einlaufen.
Bitte kommen

Talfahrt im Raum Duisburg
Talfahrt im Raum Duisburg
Talfahrt im Raum Duisburg
This is
Prometheus Prometheus Prometheus/DC2122
Bei Kilometer 780
zu Berg.
Ich passiere Steuerbord an Steuerbord.
Bitte kommen

Änderungen im Fragenkatalog

In Fragenkatalog werden zum 1.10.18 die Fragen 5, 11, 28, 29, 31 bis 35, 42, 43, 47, 70, 78, 82, 88,92, 96, 99, 109, 122 und 124 geändert.

Geringe Änderungen bei Seefunkzeugnissen

Auch 16 Fragen aus dem SRC-Fragenkatalog werden zum 1.10.18 geändert. Inhaltlich geändert werden nur die beiden Fragen 99 und 145. Hier geht es um Silence Mayday, das nur noch von der Funkstelle, die den Notverkehr leitet, gesendet werden darf, aber nicht mehr von der Funkstelle in Not.

In acht Fragen wird „Frequenzzuteilungsurkunde“ durch „Zuteilung (Ship Station Licence)“ ersetzt, in drei Fragen „Jachtfunkdienst“ durch „Funkdienst für die Klein- und Sportschifffahrt“ und in zwei weiteren Fragen „See-BG“ durch „Dienststelle Sicherheit der Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr)“. In Frage 99 wird „Mensch über Bord“ durch „Mann über Bord“ berichtigt, in Frage 153 das Wort „vorzugsweise“ eingefügt.

In der praktischen SRC-Prüfung am Funkgerät ändern sich die Pflichtaufgaben 2 b) und 4 b). In Aufgabe 2 b) wird die Weiterleitung eines Notalarms oder einer Notmeldung nicht mehr per DSC gefordert, sondern nur noch im Sprechfunk. In Pflichtaufgabe 4 b) sollten früher ein DSC-Dringlichkeitsanruf aus dem Speicher aufgerufen, eine Dringlichkeitsmeldung aufgenommen und weitere Maßnahmen eingeleitet werden. Stattdessen wird nun die Abgabe einer Sicherheitsmeldung verlangt, die zuvor per DSC angekündigt werden muss. Bei den sonstigen Fertigkeiten entfallen die bisherigen Fertigkeiten 1 (Aussenden eines Notalarms durch eine Seefunkstelle, die sich nicht selbst in Not befindet) und 7 (Senden eines DSC-Sicherheitsanrufes und anschließende Abgabe einer Sicherheitsmeldung).

Im LRC-Fragenkatalog werden drei Fragen geändert. In Frage 39 ist eine Yacht jetzt nicht mehr vor der ostenglischen Küste unterwegs sondern im karibischen Meer. In Frage 53 geht es um die Aufgaben eines Point of Service Activation (PSA) und in Frage 64 um die Vorwahl +870 im Inmarsat-System.

Die praktische LRC-Prüfung am Funkgerät besteht weiterhin aus zwei Teilen: terrestrischer Seefunk auf GW/KW und Satelliten Seefunk per Inmarsat-C. Beim terrestrischen Seefunk ändert sich nur Pflichtaufgabe 4 b). Wie bei der SRC-Prüfung muss hier eine Sicherheitsmeldung, die zuvor per DSC angekündigt wurde, abgegeben werden. An Pflichtaufgabe 2 b) ändert sich nichts. Hier muss die Weiterleitung eines Notalarms oder einer Notmeldung weiterhin per DSC erfolgen. Beim Satelliten-Seefunk per Inmarsat-C entfällt die bisherige Sonstige Fertigkeit 1, das Konfigurieren der Anlage.

Sportbootführerschein ab 2018 im Scheckkartenformat

25. November 2017

Ab dem 1.1.2018 soll der Sportbootführerschein nur noch im Scheckkartenformat (wie der Kfz-Führerschein) ausgestellt werden. Darin ist dann auch der Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen und/oder Binnenschifffahrtsstraßen angegeben. Ab 2018 werden die Sportbootführerscheine See und Binnen nicht mehr in Papierform ausgestellt.

Ab dem 20.12.2017 soll es auch neue Formulare für die Anmeldung zur Prüfung geben, die nur interaktiv verfügbar sein sollen. Bis dahin dürfen die derzeitigen Formulare benutzt werden. Dies gilt auch für Prüfungen im Jahr 2018.

Mit Einführung des Sportbootführerscheins im Scheckkartenformat, also für Prüfungen ab dem 1.1.2018, werden leider auch die Gebühren um 5,35 € angehoben. Der Druck der Scheckkarte soll in der Regel ca. 14 Tage dauern. So lange muss man warten, bis die Fahrerlaubnis erteilt wird. Wer am Prüfungstag eine vorläufige Fahrerlaubnis erhalten möchte, muss zusätzlich 15,70 € bezahlen.

Neue Sportbootführerscheinverordnung – SpFV

9. Mai 2017

Am 9.5.17 wurde die neue Sportbootführerscheinverordnung (SpFV) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und sie trat am 10.5.17 in Kraft.

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Neue amtliche Papierseekarten

9. Mai 2017

Das BSH gibt zukünftig zwei Papierkartenserien heraus. Neben den Seekarten im bishrigen DIN A0-Format, die sich zukünftig ausschließlich an die Großschifffahrt richten, wird eine neue Papierseekartenserie im DIN A1-Format für den regionalen Seeverkehr auf der deutschen Nord- und Ostsee geschaffen.

Die neue Seekartenserie ersetzt die bisherigen amtlichen Sportbootkarten, die auch schon DIN A1-Format besaßen und inhaltlich mit den amtlichen Papierseekarten im DIN A0-Format übereinstimmten.
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Neuer Sportbootführerschein

26. Januar 2017

Wie am Rande der Boot Düsseldorf bekannt wurde, soll spätestens am 1.5.17 eine neue Sportbootführerschein-Verordnung in Kraft treten. Sie ersetzt die bisherigen Sportbootführerschein Verordnungen See und Binnen. Die neue Verordnung wird viele Verbesserungen bei Sportbootführerschein-Prüfungen bringen, ändert jedoch nichts bei den weiterführenden Scheinen und den Funkzeugnissen.

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Bootsversicherung

8. Januar 2017

Im Gegensatz zu Kfz-Versicherungen ist der Versicherungsumfang bei Bootsversicherungen nicht einheitlich geregelt. Die Vertragsangebote der Versicherer müssen daher nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach dem Umfang beurteilt werden. Dieser Beitrag soll helfen, zu prüfen, für welche Fälle eine Versicherung benötigt wird.

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Schwerer Sportbootunfall auf der Mosel

25. August 2015

Am Sonntag, 23.8.2015, 14:55 Uhr, versank ein Sportboot mit drei Personen an Bord bei Hatzenport, Moselkilometer 28,5. Zwar konnten alle Personen unverletzt von einem anderen Sportboot geborgen werden. Aber da sich der Unfall im Fahrwasser ereignet hatte, musste die Mosel für die gesamte Schifffahrt im Unfallbereich gesperrt werden. Bereits um 15:40 Uhr hatte die örtliche Feuerwehr das Sportboot geborgen, sodass das Fahrwasser dann wieder freigegeben werden konnte. Der Unfall dürfte auf mangelnde Seemannschaft der Besatzung zurückzuführen sein. Im Rahmen der Ermittlungen wurde festgestellt, dass kein Mitglied der Sportbootbesatzung im Besitz des erforderlichen Sportbootführerscheins ist. Den Bootsbesitzer und den verantwortlichen Bootsführer erwarten jetzt eine Anzeige, die Übernahme der Bergungskosten sowie weitere Schadensersatzforderungen. Bootsversicherungen regulieren keine Schäden, wenn der Bootsführer keinen Sportbootführerschein besitzt. Rückfragen bitte direkt an das Wasserschutzpolizeiamt.

Nord-Ostsee-Kanal 120 Jahre alt

16. Juni 2015

Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) führt von der Unterelbe bei Brunsbüttel zur Ostsee bei Kiel-Holtenau. Er ist 98,6 km lang und erspart Schiffen, die zwischen Nord- und Ostsee verkehren, rund 250 sm, weil sie nicht um Jütland herum durch das Skagerrak und das Kattegat laufen müssen. Bei km 40,7 (von Brunsbüttel aus gezählt) zweigt der Gieselaukanal ab; er wird nur von der Sport- und Kleinschifffahrt befahren und führt durch die Eider in die Nordsee. Schleusen an den Ausfahrten trennen den Kanal von der Elbe, der Nord- und der Ostsee mit ihren wechselhaften Wasserständen ab.

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Lebensgefahr nach einem Sturz in kaltes Wasser

7. Juni 2015

Nach einer langen Winterpause warten viele Wassersportler sehnlich auf den Saisonbeginn. Zahlreiche Charterer nutzen die günstigen Preise in der Vorsaison für den ersten Törn. Zumeist unbeachtet oder verdrängt wird die Tatsache, dass bei den dann herrschenden Wassertemperaturen ein Sturz über Bord zumeist tödlich endet.

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2,17 Promille und kein Entzug des Sportbootführerscheins See

23. Februar 2015

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat entschieden,dass die Verordnung über die Eignung und Befähigung zum Führen von Sportbooten auf den Seeschiffahrtstraßen (SportBootFSV) keine ausreichende Rechtsgrundlage darstellt, um einem alkoholisierten Führer eines Sportbootes den Sportbootführerschein zu entziehen (Urteil vom 06.11.2014, 12 LC 252/13).

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Kleine Änderungen beim Erwerb von Sportbootführerscheinen

15. Februar 2013

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat Bestimmungen zum Erwerb von Sportbootführerscheinen neu geregelt.

Sportbootführerschein ohne Prüfung

In Deutschland eigentlich unvorstellbar, aber Fakt: Es gibt einen Sportbootführerschein ohne Prüfung. Wer den Sportbootführerschein See besitzt und auch den Sportbootführerschein Binnen für die Antriebsart Segeln (oder einen ganz alten A-Schein des DSV), kann den Sportbootführerschein Binnen für die Antriebsart Motor ohne Prüfung bekommen. Antrag beim DSV in Hamburg genügt.

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Neuer Rekord beim Sportbootführerschein See

14. Februar 2013

Im Jahr 2012 wurden über 35.000 Sportbootführerscheine See ausgestellt. Das ist ein neuer Rekord. So viele Fahrerlaubnisse für Seschifffahrtsstraßen wurden noch niemals zuvor in einem Jahr erteilt. Beim Sportbootführerschein Binnen waren die Zahlen noch höher: über 40.000 Sportbootführerscheine Binnen. Das sind zusammen über 75.000 ausgestellte Sportbootführerscheine in einem Jahr. Ein nennenswerter Anteil hatte sich allein mit unserem Online-Kurs auf die Prüfung vorbereitet.

Führerscheinfrei bis 15 PS

18. Oktober 2012

Am 17.10.12 ist endlich die lange angekündigte Sportbootführerscheinreform in Kraft getreten. Im See- und Binnenbereich darf ein Sportboot mit einer Motorisierung von bis zu 15 PS führerscheinfrei gefahren werden. Allerdings darf das „Kleingedruckte“ nicht übersehen werden.

1.) Der Bootsführer muss mindestens 16 Jahre alt sein. Im Seebereich gibt es eine Ausnahme: Hier dürfen auch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren Sportboote mit bis zu 15 PS Antriebsleistung (an der Welle) führen. Eine Altersuntergrenze gibt es nicht, die elterliche Aufsichtspflicht bleibt unberührt.

2.) Die Führerscheinpflichtgrenze von 15 PS gilt nicht für den Rhein, die Landesgewässer und den Bodensee; hier bleibt es weiterhin bei 5 PS.

3.) Zum Segelsurfen wird nun bundesweit kein Sportbootführerschein mehr benötigt.

Diese Regelungen gelten nur in Deutschland. Den genauen Wortlaut aller Änderungen findet man im Bundesgesetzblatt Nr. 47 Teil I S. 2102.