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Was ist Gezeitenstrom?
Der Gezeitenstrom ist der Strom, der durch die Gezeiten entsteht. Steigt der Wasserstand an, so fließt das Wasser von dort abwärts in ein Gebiet mit niedrigerem Wasserstand. Das ist Gezeitenstrom. Je größer der Höhenunterschied, desto stärker der Gezeitenstrom.
Der stärkste Gezeitenstrom mit bis zu 5 Knoten in Deutschland tritt in den Seegatten auf, wenn bei Ebbe das Wattenmeer leer läuft oder sich bei Flut wieder füllt.
Kurz nachdem an einem Ort (z. B. Hamburg, Bremen) das Hochwasser eingetreten ist, beginnt der Ebbstrom, bei dem das Wasser seewärts abläuft. Kurz nach dem Niedrigwasser setzt der Flutstrom ein, der landwärts läuft.
Zur Springzeit setzen die Gezeitenströme deutlich stärker als zur Nippzeit.
Die genaue Richtung und Stärke des Gezeitenstroms findet man im Gezeitenstromatlas und in Seekarten (Stromrauten und Gezeitenstromtabellen, bezogen auf die Hochwasserzeit Helgoland).
In Gezeitenrevieren ist Stromnavigation erforderlich.




Die Antwort wurde zunächst mittels KI aus der neuesten Auflage des Buches Sportküstenschifferschein + Sportbootführerschein See erstellt und danach von Rolf Dreyer überarbeitet.
Beantwortet am 26.07.2026