{"id":47,"date":"2008-05-16T14:47:05","date_gmt":"2008-05-16T13:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/sportbootfuehrerschein.de\/blog\/2008\/05\/16\/umweltschutz-auf-see\/"},"modified":"2008-05-19T14:50:21","modified_gmt":"2008-05-19T13:50:21","slug":"umweltschutz-auf-see","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sportbootfuehrerschein.de\/blog\/2008\/05\/16\/umweltschutz-auf-see\/","title":{"rendered":"Umweltschutz auf See"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\">Umweltschutz ist nat\u00fcrlich auch in der Schifffahrt eine wichtige Angelegenheit. Daher ist der Schutz der Meere seit Langem durch zwei internationale Abkommen geregelt: das <span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: bold\">MARPOL-\u00dcbereinkommen<\/span> von 1973 und 1978 sowie das <span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: bold\">Helsinki-\u00dcbereinkommen<\/span> von 1979 zum Schutz der Ostsee. Die Abk\u00fcrzung MARPOL steht f\u00fcr Marine Pollution \u2013 Meeresverschmutzung. Die beiden Abkommen wurden seitdem durch zahlreiche Anlagen erg\u00e4nzt und von allen Unterzeichnerstaaten in nationales Recht umgesetzt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: left\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal\">Bestimmungen f\u00fcr die Sportschifffahrt<\/span><\/h6>\n<p style=\"text-align: left\">F\u00fcr die Sportschifffahrt gelten Vorschriften zu Schiffsm\u00fcll, Alt\u00f6l, Kraftstoff und Schiffsabwasser. Schiffsm\u00fcll, Glas, Kunst- und Kraftstoffe d\u00fcrfen in Sondergebieten nicht im Meer entsorgt werden. <span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: bold\">Sondergebiete<\/span> sind die Nord- und die Ostsee, das Mittelmeer, das Schwarze und das Rote Meer, das Gebiet der Golfe, die Antarktis und die Karibik. Selbst Lebensmittel ohne Verpackung d\u00fcrfen hier nicht \u00fcber Bord geworfen werden, es sei denn, die Entfernung zum n\u00e4chsten Land betr\u00e4gt mindestens 12 sm. \u00d6l und Betriebsstoffe d\u00fcrfen in die See eingeleitet werden, jedoch nur wenn der \u00d6lgehalt des Ausflusses 15 ppm nicht \u00fcbersteigt. <\/p>\n<h6 style=\"text-align: left\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal\">Merkblatt zur M\u00fcllentsorgung<\/span><\/h6>\n<p style=\"text-align: left\">Reichlich b\u00fcrokratisch ist eine im Jahr 2009 eingef\u00fchrte Vorschrift: Sportboote und Yachten ab 12 m L\u00e4nge m\u00fcssen ein <a href=\"http:\/\/www.rolfdreyer.de\/Downloads\/Merkblatt_Muell_an_Bord.jpg\" title=\"Merkblatt Muellentsorgung an Bord\" target=\"_blank\">Merkblatt zur M\u00fcllentsorgung<\/a> an Bord mitf\u00fchren. Wer bei einer Kontrolle ein solches Merkblatt nicht vorlegen kann, muss mit einem Bu\u00dfgeld rechnen. Im Rahmen der Einweisung vor Fahrtantritt m\u00fcssen alle Personen an Bord \u00fcber die Entsorgung von M\u00fcll informiert werden. <\/p>\n<h6 style=\"text-align: left\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal\">Schiffsabwasser<\/span><\/h6>\n<p style=\"text-align: left\">Seit dem 1.1.2005 m\u00fcssen Sportboote, die eine Toilette an Bord haben,  in der Ostsee und im deutschen Teil der Nordsee mit einem <span style=\"font-weight: bold\" class=\"Apple-style-span\">F\u00e4kalientank<\/span> und einem Anschluss entsprechend ISO 8099 f\u00fcr die Entsorgung an Land ausger\u00fcstet sein. Dies gilt jedoch nicht f\u00fcr Sportboote, die vor 1980 gebaut wurden, sowie f\u00fcr Sportboote, die vor 2003 gebaut wurden und h\u00f6chstens 11,50 m lang oder h\u00f6chstens 2,80 m breit sind. Unbehandeltes Schiffsabwasser darf in der Ostsee und im deutschen Teil der Nordsee ins Meer geleitet werden, wenn das n\u00e4chstgelegene Land mindestens 12 sm entfernt ist und das Schiff auf seinem Kurs mindestens 4 kn l\u00e4uft. <\/p>\n<h6 style=\"text-align: left\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal\">Nationalparke im Wattenmeer<\/span><\/h6>\n<p style=\"text-align: left\">Nationalparke im Wattenmeer sind in drei Zonen aufgeteilt: Ruhezonen, Zwischenzonen und Erholungszonen. In den <span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: bold\">Ruhezonen<\/span> liegen die besonders schutzw\u00fcrdigen Seehund-, Robben- und Vogelschutzgebiete sowie die Brut- und Mausergebiete. Die Grenzen der Ruhezonen und die Schutzzeiten sind in die Seekarten eingetragen. Fahrwasser (betonnte Schifffahrtswege) d\u00fcrfen auch in Ruhezonen jederzeit befahren werden. Im Zeitraum zwischen drei Stunden nach einem Hochwasser bis drei Stunden vor dem folgenden Hochwasser und w\u00e4hrend der Schutzzeiten aber darf das Fahrwasser nicht verlassen werden. Das beliebte Trockenfallen ist in den Ruhezonen also grunds\u00e4tzlich verboten. Dies gilt ebenso f\u00fcr Wasserski- und Jetskifahren. Geschwindigkeitsbeschr\u00e4nkung in Ruhezonen: im Fahrwasser maximal 12 kn, au\u00dferhalb der Fahrwasser darf maximal 8 kn schnell gefahren werden. Die <span style=\"font-weight: bold\" class=\"Apple-style-span\">Zwischenzonen<\/span> und die <span style=\"font-weight: bold\" class=\"Apple-style-span\">Erholungszonen<\/span> d\u00fcrfen immer befahren werden, allerdings nur mit maximal 16 kn im Fahrwasser und h\u00f6chstens 12 kn au\u00dferhalb der Fahrwasser. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umweltschutz ist nat\u00fcrlich auch in der Schifffahrt eine wichtige Angelegenheit. 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