{"id":406,"date":"2010-10-26T16:57:59","date_gmt":"2010-10-26T15:57:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sportbootfuehrerschein.de\/blog\/?p=406"},"modified":"2010-10-27T12:07:52","modified_gmt":"2010-10-27T11:07:52","slug":"elektronische-seekarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sportbootfuehrerschein.de\/blog\/2010\/10\/26\/elektronische-seekarten\/","title":{"rendered":"Elektronische Seekarten"},"content":{"rendered":"<p>Die Briten sind die ersten. Sie haben jetzt angek\u00fcndigt, dass k\u00fcnftig keine Papierseekarten mehr herausgegeben werden. Einzige Ausnahme: Sportbootkarten f\u00fcr die britischen Gew\u00e4sser. Auf Papier gedruckt werden in England nur noch Sportbootkarten. Die klassischen Papierseekarten sterben aus, nicht nur in England.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #999999;\">Hintergrund<\/span><\/h4>\n<p>2009 hatte die IMO, die Seeschifffahrtsorganisation der UN, beschlossen, dass Schiffe ab 2012 mit elektronischen Seekarten (ENC) ausger\u00fcstet sein m\u00fcssen. Dabei bedeutet ENC (Electronic Navigational Chart), dass die Karten dem S-57-Standard entsprechen und in ECDIS-Anlagen eingesetzt werden k\u00f6nnen (ECDIS = Electronic Chart Display and Information Sys\u00adtem). Nur solche elektronischen Seekarten k\u00f6nnen Papierseekarten ersetzen. Doch ECDIS-Anlagen oder andere geeignete ENC-Leseger\u00e4te sind f\u00fcr die Sportschifffahrt nicht verf\u00fcgbar.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #999999;\">Rechtliche Vorschriften f\u00fcr die Sportschifffahrt<\/span><\/h4>\n<p>Sportboote m\u00fcssen weiterhin mit Papierseekarten navigieren. Nat\u00fcrlich ist der Einsatz eines Kartenplotters oder Laptops nicht verboten. Doch solche Ger\u00e4te d\u00fcrfen nur erg\u00e4nzend zu Papierseekarten benutzt werden. Insbesondere befreien sie ein Sportboot nicht von der Pflicht, auf den neuesten Stand berichtigte Papierseekarten\u00a0mitzuf\u00fchren.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #999999;\">Die Situation in Deutschland<\/span><\/h4>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.bsh.de\" target=\"_blank\">BSH<\/a> ist die in Deutschland f\u00fcr Seekarten zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde. Schon 2009 hatte auch das BSH mehr elektronische Karten als Papierseekarten abgesetzt. Auch das BSH folgt dem weltweiten Trend, Seekarten nur noch f\u00fcr die eigenen Gew\u00e4sser herauszugeben. Die Seekarten f\u00fcr die K\u00fcstenmeere anderer Staaten werden langsam eingestellt. Den Anfang machten \u2013 ebenfalls im Jahr 2009 \u2013 die amtlichen deutschen Sportbootkarten f\u00fcr das Mittelmeer.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #999999;\">Reisen in fremden Gew\u00e4ssern<\/span><\/h4>\n<p>Wer fremde Gew\u00e4sser mit einem Sportboot befahren m\u00f6chte, muss entweder auf die Seekarten des jeweiligen Landes umsteigen. Eine solche Umstellung ist f\u00fcr einen unerfahrenen Navigator gar nicht so einfach. Oder es werden <a href=\"http:\/\/www.delius-klasing.de\/themen\/sportbootkarten\" target=\"_blank\">Delius Klasing Sportbootkarten<\/a> eingesetzt. Sie basieren auf den amtlichen Vermessungsdaten und sind daher genauso zuverl\u00e4ssig wie amtliche Seekarten, aber wesentlich \u00fcbersichtlicher, weil nur die f\u00fcr die Sportschifffahrt relevanten Informationen dargestellt werden. Delius Klasing Sportbootkarten gibt es nicht nur f\u00fcr die deutschen Seegew\u00e4sser, sondern auch f\u00fcr D\u00e4nemark, Schweden, Polen, Litauen, Kroatien und Spanien (Balearen) \u2013 und zwar mit einheitlichem Kartenbild, auf Papier und als elektronische Seekarten auf CD.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Briten sind die ersten. Sie haben jetzt angek\u00fcndigt, dass k\u00fcnftig keine Papierseekarten mehr herausgegeben werden. Einzige Ausnahme: Sportbootkarten f\u00fcr die britischen Gew\u00e4sser. Auf Papier gedruckt werden in England nur noch Sportbootkarten. Die klassischen Papierseekarten sterben aus, nicht nur in England. 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