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SKS-Schein, der Führerschein für Segelyachten

Der SKS-Schein, der Sportküstenschifferschein, ist der eigentliche Führerschein für Segelyachten. Wer auf See (mit)segeln will, wer nicht nur einen Schein, sondern auch eine vernünftige Ausbildung anstrebt, kommt am SKS-Schein nicht vorbei. Die meisten Segler machen den SKS-Schein.

Rechtliche Bedeutung des SKS-Scheins

Der Sportküstenschifferschein erweitert den Fahrtbereich auf die 12-sm-Zone. Als amtlicher Segelschein enthält der SKS-Schein das Internationale Zertifikat der Vereinten Nationen und gilt deshalb weltweit im 12-sm-Bereich.

In Deutschland ist der SKS-Schein ein freiwilliger Segelschein. Er ist verkehrsrechtlich nicht vorgeschrieben. Bei einer Polizeikontrolle ist der Sportbootführerschein See vorzulegen, aber nicht der SKS-Schein. In einigen Mittelmeerstaaten jedoch (u. a. Griechenland, Spanien), begnügt sich die Polizei nicht mit dem Sportbootführerschein See, sondern verlangt bei Segelyachten den SKS-Schein – zuweilen sogar vom Co-Skipper.

Der SKS-Schein kann bei auch einem Versicherungsschaden sehr wichtig sein. Jeder Versicherungsvertrag verlangt nämlich, dass der Schiffsführer über die erforderliche Sachkunde verfügt. Der Sportbootführerschein See wird dann als Sachkundenachweis nicht anerkannt.

Manche Vercharterer – insbesondere im Ausland – verleihen ihre Segelyachten nur an Inhaber eines SKS-Scheins. Ein Charterer ohne SKS-Schein müsste den Vercharterer überzeugen, dass er ein erfahrener Yachtsegler ist und schon viele Meilen auf seinem "Salzbuckel" hat.

Der Gesetzgeber hat angekündigt, dass für gewerbliche Zwecke innerhalb der 12-sm-Zone zukünftig nicht mehr der SSS-Schein, sondern nur noch der SKS-Schein verlangt werden soll. Wer zum Beispiel Angelfahrten anbieten möchte, benötigt dann zumindest den SKS-Schein.

SKS-Ausbildung beim Lehrbuchautor

Wenn SKS-Ausbildung, dann ein Wochenende bei Lehrbuchautor Rolf Dreyer! Einmalige Kompetenz, faszinierende Präsentation, begeisternder Vortrag, perfekte Organisation. Zu Rolf Dreyers Kursen reisen Teilnehmer aus ganz Deutschland an und manchmal sogar aus dem Ausland. Hier finden Sie die Termine.

Online ist die SKS-Ausbildung leider noch nicht möglich. Sie können sich aber mit dem Lehrmaterial von Rolf Dreyer auch im Eigenstudium auf die theoretische Prüfung vorbereiten – das dauert allerdings länger. Das notwendige Wissen finden Sie im SKS-Lehrbuch; bevor Sie an die Kartenaufgaben gehen, arbeiten Sie am besten die SKS-Übungen durch.

SKS-Ausbildung – Theorie und Praxis

Wie beim Sportbootführerschein besteht die SKS-Ausbildung aus zwei Teilen, Theorie und Praxis. Die Theorie sollte zuerst absolviert werden, weil in der praktischen Prüfung zuweilen auch Theoriewissen benötigt wird.

Die theoretische SKS-Ausbildung baut auf den Sportbootführerschein See auf. Während für den Sportbootführerschein See die Musterantworten auswendig gelernt werden müssen, wird beim SKS-Schein das erlernte Wissen angewendet. Hier steht Üben und Verstehen im Mittelpunkt, aber nicht das Auswendiglernen. In der theoretischen Ausbildung wird ein umfangreiches Wissen in den Fächern Navigation, Seemannschaft, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde vermittelt. Dazu wird die Arbeit mit deutschen und mit englischen Seekarten und Seebüchern intensiv eingeübt. Englischkenntnisse sind aber nicht nötig.

Die praktische SKS-Ausbildung erfolgt auf einer Segelyacht während einer ein- bis zweiwöchigen Seereise. Dabei werden nicht nur die benötigten 300 sm zurückgelegt, sondern auch der Umgang mit dem Schiff auf See und im Hafen trainiert. Am Ende einer solchen Reise wird die praktische SKS-Prüfung abgelegt.

SKS-Prüfung (Theorie)

Die SKS-Theorieprüfung besteht aus zwei Teilen, Fragebogen und Kartenaufgabe. In beiden Teilen müssen jeweils 30 Fragen in 90 Minuten beantwortet werden. 90 Minuten sind beim Fragebogen reichlich, bei der Kartenaufgabe hingegen knapp. Deshalb besteht die Prüfungsvorbereitung hauptsächlich darin, Kartenaufgaben einzuüben, um die notwendige Geschwindigkeit zu erreichen. Wer die Antworten verstanden hat, hat die Fragen hat schnell intus (kein Auswendiglernen). Mit 66% der möglichen Punkte ist jeder Prüfungsteil bestanden; mit weniger als 55% ist man durchgefallen; dazwischen erfolgt eine Nachprüfung. Fragebogen und Kartenaufgabe müssen nicht am selben Tag bearbeitet werden.

SKS-Prüfung (Praxis)

Die praktische Teilprüfung erfolgt auf einer Segelyacht, in der Regel nach Abschluss des SKS-Ausbildungstörns. Sie besteht aus dem Rettungsmanöver ("Boje-über-Bord-Manöver"), das unter Maschine und unter Segeln gefahren werden muss, und drei sonstigen Fertigkeiten aus den Bereichen Seemannschaft, Wetterkunde, Navigation, Technik an Bord und Manöver (unter Maschine und unter Segeln). Das ist alles auch ohne seglerische Vorkenntnisse gut zu schaffen.

Hinweise zur SKS-Prüfung

Die gesamte Prüfung (Theorie und Praxis) muss binnen 24 Monaten abgelegt werden; die Reihenfolge ist freigestellt. Prüfungsteile, die länger als 24 Monate zurückliegen, verfallen – da gibt es kein Pardon.

Inhaber des SKS-Scheins werden von der praktischen Segelprüfung beim Erwerb des Sportbootführerscheins Binnen befreit. Viele Segler verzichten daher auf die praktische Jollensegelausbildung und "investieren" das Geld lieber in eine zusätzliche Törnwoche.

Voraussetzungen

— Besitz des Sportbootführerscheins See
— Seemeilennachweis über mindestens 300 sm

Seemeilennachweis

Jeder Törn wird normalerweise in ein Meilenbuch eingetragen und vom Skipper unterzeichnet. Kopien solcher Einträge werden als Seemeilennachweis den Prüfungsunterlagen beigefügt. Der Seemeilennachweis wird zumeist erst zur praktischen Prüfung erbracht, nach dem Ausbildungstörn. Er kann aber auch nachgereicht werden. Es zählen nur Seemeilen, die auf einem Segelboot auf See gesegelt wurden – jedoch auch wenn sie bereits vor Erwerb des Sportbootführerscheins See zurückgelegt wurden.

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