Mainz bleibt Mainz
Ja, die rheinische Fastnacht – aber das 2000 Jahre alte Mainz ist eigentlich immer eine Reise wert. Der Dom St. Martin, historische Gebäude und prachtvolle Kirchen, Kirschgarten und verwinkelte Gassen, doch Mainz ist eine moderne Landeshauptstadt mit ZDF, Universität und Bistum. Vor allem ist Mainz ein guter Ausgangspunkt für Bootstouren auf dem Rhein und dem Main. Aber dafür braucht man einen Sportbootführerschein. Lesen Sie unten mehr zum Motorbootfahren auf Rhein und Main.
Zwei Sportbootführerscheine – See und Binnen
Zwei Sportbootführerscheine, der Sportbootführerschein See und der Sportbootführerschein Binnen stehen zur Wahl. Für Fahrten auf dem Rhein und auf dem Main wird der Sportbootführerschein Binnen benötigt. Zwar dürfen Boote bis 5 PS ohne Sportbootführerschein gefahren werden, aber die sind elend langsam. Das Fahren können Sie mit einem Mofa vergleichen – anstelle eines Cabrios. Der Sportbootführerschein Binnen gilt nicht nur auf Rhein und Mosel, sondern weltweit auf allen Binnengewässern – aber nicht auf See und an der Küste. Dort wird der Sportbootführerschein See verlangt. Zwei Dinge sollten Sie beachten, wenn Sie einen Sportbootführerschein machen wollen – die richtige Reihenfolge und den Online-Kurs im Internet.
Sportbootführerscheine – zuerst See, danach Binnen
Schlau ist, wer zuerst den Sportbootführerschein See erwirbt und danach erst den Sportbootführerschein Binnen. Das spart die Hälfte – halbe Zeit, halbe Kosten und halber Lernaufwand. Mit anderen Worten, beide Bootsführerscheine zusammen – Sportbootführerschein See und Sportbootführerschein Binnen – verlangen praktisch nicht mehr Aufwand, als der Sportbootführerschein Binnen alleine; unter dem Strich kommen nur noch 45,- € Prüfungsgebühren dazu.
Sportbootführerscheine – besser online machen
Beide Sportbootführerscheine können Sie mit einem Internetkurs online machen und den größten Teil der Ausbildungskosten sparen. Sie können an dem Online-Kurs teilnehmen, wann Sie wollen, wo Sie wollen und wie oft Sie wollen. Ihr Online-Lehrer ist der bekannte Wassersportautor Rolf Dreyer. Lehrbuch? Fragebogensammlung? Überflüssig! Humorvoll und unterhaltsam führt Rolf Dreyer Sie in den Yacht- und Bootsport ein. So macht Unterricht Spaß! Stöbern Sie in den Erfahrungsberichten der Kursteilnehmer! Lassen Sie sich einmal die Drei-Minuten-Demo vorführen. Eines noch, günstiger wird eine Wassersportausbildung auf Top-Niveau nirgends angeboten. Für den Online-Kurs bezahlen Sie nur 39,90 €. Dazu kommen drei Fahrstunden vor der Prüfung für etwa 80,- € und die Prüfungsgebühren: 75,- € für den Sportbootführerschein See sowie 45,- € für die Ergänzungsprüfung zum Sportbootführerschein Binnen.
Sportbootführerschein in Mainz – praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung auf einem Motorboot und die Prüfung müssen leider in Wiesbaden stattfinden. Mainz hat keinen eigenen Prüfungsausschuss; hier (auf der richtigen Rheinseite) werden auch keine Prüfungen abgenommen. Drüben sind Ausbildung und Prüfung das ganze Jahr über möglich – meistens sogar alle zwei Wochen. Wo und wie Sie sich zur Prüfung anmelden können, wird im Online-Kurs genau erklärt – und auch wo und wie Sie vorher die zwei bis drei praktischen Fahrstunden (ca. 80,- €) machen. Wenn Sie häufig unterwegs sind, können Sie natürlich auch in anderen deutschen Städten den Sportbootführerschein machen – etwa in Berlin, Potsdam, Dresden, Magdeburg, Halle, Leipzig, Chemnitz, Kiel, Lübeck, Rostock, Bremen, Dortmund, Bochum, Oberhausen, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Münster, Osnabrück, Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Aachen, Bonn, Koblenz, Wuppertal, Hamburg, Braunschweig, Hannover, Köln, Kassel, Frankfurt, Darmstadt, Saarbrücken, Mannheim/Ludwigshafen, Karlsruhe, Freiburg, Ingolstadt, Augsburg, München, Nürnberg oder Stuttgart. Wollen Sie zum Wassersport nach Holland bzw. in die Niederlande? Oder interessieren Sie sich für Kroatien?
Bootstouren auf Rhein und Main – Sportbootführerschein
Rhein und Main sind wunderbare Wasserwanderrouten, aber auch viel befahrene Binnenwasserstraßen. Der Rhein ist sogar die am meisten befahrene Binnenwasserstraße Europas und steht weltweit an dritter Stelle. Der Bootsführer muss deshalb die einschlägigen Schifffahrtsvorschriften kennen.
Die Ausrüstung für eine Bootstour auf Rhein und Main
Jedes Sportboot muss unbedingt ein Kennzeichen haben. Und es sollte immer die richtige Ausrüstung an Bord sein, nämlich: pro Person eine Rettungsweste, ein Rettungsring, eine rote Flagge, Feuerlöscher, Verbandskasten, Werkzeug, Positionslaternen, Schallsignalgerät, ein Eimer, zwei Paddel, ein Bootshaken, vier Festmacheleinen (5 bis 10 m), Fender, ein Anker (mind. 8 kg) mit 25 m Leine, dazu ein schwarzer Ankerball, Kartenmaterial, wetterfeste Kleidung und Sonnenschutz.
Sehr hilfreich aber nicht vorgeschrieben ist ein Funkgerät. Damit lassen sich auf dem Main die Wartezeiten vor Schleusen ganz erheblich abkürzen. Der einzige Nachteil – wenn ein Funkgerät an Bord ist, so muss der Bootsführer ein Funkzeugnis besitzen.
Sportbootfahren auf dem Main – viele Schleusen
Der Main ist ein ausgesprochen schönes Revier. Von der Mündung in den Rhein sind es 384 km bis zum Main-Donau-Kanal, aber alle 10 bis 15 km muss eine Schleuse passiert werden. Für Fahranfänger stellen Schleusen immer eine besondere Herausforderung dar. Doch keine Angst, bereiten Sie sich gut vor, indem Sie die Anmerkungen zum Schleusen auf der Seite Frankfurt lesen. Wenn Sie sich etwa eine halbe Stunde, bevor die Schleuse erreicht wird, per Handy oder Sprechfunk bei der Schleuse anmelden, müssen Sie nicht die manuell zu bedienenden Sportbootschleusen benutzen und gewinnen etwas Zeit.
Einige Hinweise für Bootstouren auf dem Rhein
Der Rhein kann in sechs Abschnitte gegliedert werden. Der Alpenrhein führt von der Quelle nach Bregenz und weiter durch den Bodensee bis Konstanz; als Hochrhein wird das Stück von Konstanz nach Basel bezeichnet. Ab der Rheinbrücke in Konstanz wird der Rhein kilometriert. Zwischen Konstanz und Schaffhausen dürfen nur Motorboote mit besonderer Zulassung fahren. Der Bootsführer benötigt dazu auch das Bodenseeschifferpatent der Kategorie H. Die Schaffhausener Rheinfälle können weder passiert und noch umfahren werden. Der Hochrhein sollte mit kleineren Booten befahren werden; für Familien oder Naturfreunde ist er ein wunderbares Revier, besonders schön im Herbst mit dem bunt gefärbten Laub. Mehr dazu unter Freiburg >>.
Der Abschnitt Basel-Bingen heißt Oberrhein. Er ist bis Iffezheim staugeregelt und ab Iffezheim freifließend. Mehr dazu und Hinweise zum Fahren siehe Karlsruhe. Eine Fahrt durch das Rheingau, durch die "Gebirgsstrecke" des Rheins nach St. Goar ist bei Wiesbaden beschrieben. Die Strecke von Bingen nach Köln heißt Mittelrhein und ab Köln wird der Verkehr immer stärker. Bis zur niederländischen Grenze spricht man vom Niederrhein und ab da vom Niederländischen Rhein.
Starker Schiffsverkehr verlangt hohe Aufmerksamkeit. Unterschätzen Sie auch nicht den Wellenschlag, der von großen Schiffen erzeugt wird. Kleinere Boote können ordentlich durchgeschüttelt werden, besonders wenn Wellen von zwei Schiffen gleichzeitig ankommen. Natürlich kann auch der Wind Wellen erzeugen. Wind, der gegen die Strömung weht, erzeugt kurze steile Wellen – ziemlich unangenehm. Mit der Strömung wehender Wind bildet flachere und längere Wellen.
Solange Sie noch nicht mit Ihrem Rheinabschnitt voll vertraut sind, sollten Sie immer eine Karte vor sich liegen haben. Nur wer die Strecke sehr genau kennt, kann alleine nach Schifffahrtszeichen fahren.
Die wichtigsten Schifffahrtsvorschriften
Die Rheinschifffahrtspolizei-Verordnung enthält die Schifffahrtsvorschriften für den Rhein. Besonders wichtig für Kleinfahrzeuge sind die folgenden Punkte:
Fahrrinne – Die Seiten der Fahrrinne werden durch rote und grüne Tonnen markiert. Flüsse werden in Fließrichtung bezeichnet. Am rechten Ufer liegen rote Tonnen, am linken grüne Tonnen aus. Solche Fahrwassertonnen sollen mit 5 m Abstand passiert werden; denn sie sind zumeist 5 m außerhalb der Fahrrinne verankert. In Kurven fließt die Strömung außen schneller als innen; deshalb ist dort das Wasser tiefer. Große Schiffe fahren daher die Kurven außen, Sportboote bleiben innen.
Hindernisse – An Flachstellen oder Buhnen haben die Tonnen weiße Streifen. Es können aber auch Stangen mit roten bzw. grünen Kegeln aufgestellt sein. Hier ist noch mehr Abstand erforderlich, möglichst 15 m. Die genaue Lage einer Buhne ist häufig am Ufer noch durch einen weißen Stein markiert.
Begegnen – Entgegenkommende Schiffe ändern üblicherweise ihren Kurs nach rechts – und zwar beide. Aber wenn am Steuerhaus eines Entgegenkommers eine blaue Tafel hängt, fährt er auf der linken Seite. In der Schifffahrt spricht man von Begegnen Steuerbord an Steuerbord. Es wird dann links gefahren wie in England, weil auf der linken Seite die Strömung günstiger ist. Davon profitieren dann beide Schiffe, Bergfahrer und Talfahrer.
Sonderregelung für die Strecke von Lorch bis St. Goar Hier muss sich jedes Fahrzeug am rechten Rand der Fahrrinne halten. Zwischen Oberwesel und St. Goar fließt der Rhein deutlich schneller, weil hier die Strecke besonders eng ist. Daher sind hier fünf Signalstellen eingerichtet, die anzeigen, ob Schiffe entgegenkommen und falls ja, welche Art. Ein Bergfahrer kann bekanntlich besser aufstoppen als ein Talfahrer, weil er ja gegen die Strömung fährt. Der Bergfahrer muss daher bei Gegenverkehr an Engstellen warten. Zwei rote Lichter übereinander heißen Sperrung, alle übrigen Signale können in § 12.02 der Rheinschifffahrtspolizei-Verordnung nachgesehen werden.
Überholen – Überholen ist natürlich an engen und unübersichtlichen Stellen nicht gestattet und sonst auch nur wenn frei ist – dann aber zügig vorbeifahren und mit ausreichendem Abstand. Anders als im Kfz-Straßenverkehr darf auf dem Wasser an beiden Seiten überholt werden. Die Berufsschifffahrt spricht alle Überholmanöver und Begegnungen über Funk ab. Sportboote dürfen – und sollen – den Binnenschifffahrtsfunk ebenfalls benutzen.
Ausweichregeln – Sportboote müssen allen Berufsschiffen ausweichen und sie müssen ihnen den notwendigen Raum lassen. Motorboote müssen allen Booten ohne Maschinenantrieb ausweichen. Aber ein Segelboot, das gegen den Wind im Fahrwasser aufkreuzt, darf ein Motorboot natürlich nicht zum Ausweichen zwingen.
Kennzeichen – Kleinfahrzeuge müssen ein Kennzeichen haben.
Positionslaternen – Bei Nacht dürfen Kleinfahrzeuge nur mit zugelassenen Positionslaternen fahren; sie müssen sogar bei Tag mitgeführt werden. Zwischen Bingen und St. Goar dürfen nachts nur Fahrzeuge fahren, die Sprechfunk auf Kanal 10 einschalten und in der Talfahrt Radar benutzen. Weitere Vorschriften dazu in § 9.08 der Rheinschifffahrtspolizei-Verordnung.
Unsichtiges Wetter – Unsichtiges Wetter bedeutet unter 300 m Sichtweite bei Talfahrt und unter 600 m Sichtweite bei Bergfahrt. Dann dürfen Sportboote nur fahren, wenn sie mit einem Funkgerät und einem zugelassenen Radargerät ausgerüstet sind und wenn der Bootsführer ein Funkzeugnis und ein Radarpatent besitzt. Beide Geräte müssen dann ständig eingesetzt werden.
Notfall – Wer Hilfe benötigt, muss bei Tage eine rote Flagge (oder einen anderen geeigneten Gegenstand, etwa eine Schwimmweste) im Kreis schwenken, bei Nacht ein Licht. Zusätzlich können mit einem Signalhorn lange Töne abgegeben werden. Am wirkungsvollsten ruft man per Funk um Hilfe.
Maschinenschaden – Manövrierunfähige Fahrzeuge – das sind Schiffe mit Maschinen- oder Ruderschaden – müssen bei Tag eine rote Flagge schwenken und bei Nacht ein rotes Licht. Für diesen Fall braucht jedes Sportboot Paddel, damit zum Ufer gepaddelt und dort geankert werden kann. Vor Anker müssen diese Signale dann nicht mehr gegeben werden.
Sportbootführerschein in Mainz – noch Fragen offen?
Rechts und links am Seitenanfang finden Sie viele weitere Informationen. Sehr interessant sind – wie gesagt – die Erfahrungsberichte anderer Online-Kursteilnehmer. Ganz oben rechts finden Sie den Link zu den häufig gestellten Fragen FAQ. Und selbstverständlich können Sie Rolf Dreyer auch anrufen: 0160-840 4538. Falls Sie zuvor noch etwas lesen wollen, so klicken Sie bitte hier.
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