Koblenz ist eine Reise wert
Die schöne Stadt Koblenz ist vor allem durch das Deutsche Eck bekannt, die Landzunge am Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Seine Besucher bezaubert Koblenz mit engen Gassen und romantischen Winkeln, mit Kirchen und Schlössern, mit Adelshöfen und herrschaftlichen Bürgerhäusern, mit einladenden Plätzen und einer über 2000-jährigen Geschichte.
Die reizvolle Lage, eingebettet zwischen Eifel, Hunsrück, Taunus und Westerwald, der Rhein und die Mosel machen Koblenz zu einem beliebten Reiseziel – auch zu Wasser. Mit einem Boot das Unesco Welterbe Oberes Mittelrheintal erkunden – das wird selbst beim 50. Mal nicht langweilig. Und auf den Moselschleifen durch die schönsten Weinkulturlandschaften zu fahren, an romantischen Städtchen, verfallenen Burgruinen und imposanten Schlössern vorbei, das steht einer Fahrt durch das Rheintal wirklich nicht nach. Aber für solche Touren braucht man einen Sportbootführerschein. Unten mehr zum Motorbootfahren auf der Mosel >>.
Zwei Sportbootführerscheine – See und Binnen
Es gibt zwei Sportbootführerscheine, den Sportbootführerschein See und den Sportbootführerschein Binnen. Für Fahrten auf der Mosel und auf dem Rhein wird der Sportbootführerschein Binnen benötigt. Lediglich Boote bis zu 5 PS dürfen ohne Sportbootführerschein gefahren werden, aber die sind so entsetzlich langsam, das macht überhaupt keinen Spaß; das ist wie Mofa gegen Cabrio. Der Sportbootführerschein Binnen gilt nicht nur auf Rhein und Mosel, sondern weltweit auf allen Binnengewässern – aber nicht an der Küste. Zwei Dinge sollten Sie beim Erwerb eines Sportbootführerscheins beachten – die Reihenfolge und die Möglichkeit einer Online-Ausbildung im Internet.
Sportbootführerscheine – erst See, danach Binnen
Wer zuerst den Sportbootführerschein See und erst danach den Sportbootführerschein Binnen macht, spart die Hälfte – an Zeit, an Kosten und an Lernaufwand. Oder anders herum, die beiden Sportbootführerscheine, der Sportbootführerschein See und der Sportbootführerschein Binnen erfordern zusammen kaum mehr Aufwand, als der Sportbootführerschein Binnen alleine; lediglich 45,- € Prüfungsgebühren kommen dazu.
Sportbootführerscheine – am besten online machen
Auf beide Sportbootführerscheine können Sie sich mit einem Internetkurs online vorbereiten. Sie können sich den Unterricht vortragen lassen, wann Sie wollen, wo Sie wollen und wie oft Sie wollen. Ihr Lehrer ist der bekannte Wassersportautor Rolf Dreyer. Sie brauchen kein Lehrbuch und keine Fragebogenmappe. Humorvoll und abwechslungsreich führt er Sie in den Yacht- und Bootsport ein. Es macht richtig Spaß, seiner launigen Art zuzuhören. Lesen Sie einmal die Erfahrungsberichte erfolgreicher Kursteilnehmer oder schauen Sie sich die Demo an. Und günstiger als für 39,90 € können Sie eine komplette Wassersportausbildung nun wirklich nicht bekommen. Den größten Teil der Ausbildungskosten können Sie damit sparen.
Sportbootführerschein in Koblenz – praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung auf einem Motorboot und die Prüfung können in Koblenz stattfinden. Ausbildung und Prüfung sind das ganze Jahr über möglich – allerdings nur alle vier Wochen. Wenn Sie nicht warten wollen, finden Sie in Wiesbaden und Düsseldorf gute Alternativen. Wo und wie Sie sich zur praktischen Ausbildung und zur Prüfung anmelden können, wird im Online-Kurs genau erklärt. Wenn Sie häufig unterwegs sind, können Sie natürlich auch in anderen deutschen Städten den Sportbootführerschein machen – etwa in Berlin, Potsdam, Dresden, Leipzig, Chemnitz, Magdeburg, Halle, Kiel, Lübeck, Rostock, Bremen, Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Duisburg, Mönchengladbach, Krefeld, Koblenz, Oberhausen, Essen, Bonn, Wuppertal, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Köln, Aachen, Kassel, Frankfurt, Münster, Osnabrück, Hamm, Saarbrücken, Mainz, Mannheim/Ludwigshafen, Darmstadt, Karlsruhe, Freiburg, Ingolstadt, Augsburg, München, Nürnberg oder Stuttgart. Wollen Sie zum Wassersport nach Holland bzw. in die Niederlande? Oder interessieren Sie sich für Kroatien?
Viele Sportboothäfen in Koblenz
In Koblenz herrscht ein reges Interesse an Sportbootführerscheinen. Das belegen schon die vielen Sportboothäfen in Koblenz. Gleich zwei gibt es am Rhein – linksrheinisch der Sportboothafen in der Rheinlache bei km 590 und gegenüber bei km 591 der Sportboothafen Ehrenbreitstein. Dieser Hafen liegt unterhalb der 118 m hohen Festung Ehrenbreitstein, die neben dem Landesmuseum Koblenz ein Lokal mit einer grandiosen Aussicht auf Koblenz und das Deutsche Eck beherbergt.
Weitere Sportboothäfen, genauer gesagt diverse Steganlagen für Sportboote, befinden sich an der Mosel im Bereich der Straßenbrücke Koblenz-Metternich; die erste Anlage bei Mosel-Kilometer 3,7 am linken Ufer gehört dem Segel- und Motoryacht-Club Koblenz.
Nachfolgend finden Sie einige praktische Informationen zum Motorbootfahren auf der Mosel. Für Hinweise zum Rhein klicken Sie bitte auf Wiesbaden, Köln und Bonn. Informationen zum Hochrhein und zum Oberrhein findet man unter Freiburg und Karlsruhe.
Sportbootfahren auf der Mosel – 28 Schleusen
Die Mosel ist auf einer Länge von 392 km schiffbar, von der Mündung in den Rhein bis zum französischen Städtchen Neuves-Maisons. Der natürliche Höhenunterschied von 161 m ließe die Mosel zu schnell fließen, Schifffahrt wäre dann nicht möglich. Daher mussten Schleusen gebaut werden. Jetzt fließt die Mosel mit 2,5 km/h dahin, aber mit steigendem Wasserstand steigt auch die Fließgeschwindigkeit der Mosel. Bei Hochwasser sind 8 bis 10 km/h möglich.
Doch dann wird die Schifffahrt untersagt. Dazu gibt es an jeder Schleuse eine Hochwassermarke. Sobald der Wasserstand die Hochwassermarke erreicht, muss jegliche Schifffahrt eingestellt werden. Auch Sportboote dürfen jetzt nicht mehr fahren. Das wird allerdings auch im Binnenschifffahrtsfunk und im Rundfunk bekannt gegeben.
Auf der Mosel gibt es 28 Schleusen. Wer ein Sportboot auf der Mosel führen möchte, sollte also schon ein wenig über Schleusen wissen. Klicken Sie auf Frankfurt, wenn Sie mehr zum Thema Schleusen erfahren wollen. Flüsse mit Schleusen heißen staugeregelt. Übrigens, unter allen staugeregelten Flüssen Europas ist die Mosel derjenige mit dem stärksten Schiffsverkehr.
Alle Moselschleusen werden einmal jährlich jeweils im Mai/Juni für eine Woche geschlossen, um dringende Reparaturarbeiten durchzuführen. Die genauen Sperrzeiten werden von der Moselkommission bekannt gegeben. Das sollten Sie bei der Planung Ihrer Bootstour berücksichtigen.
Eine Bootstour auf der Mosel – nur mit Sportbootführerschein
Die Mosel ist eine wunderbare Wasserwanderroute, aber gleichzeitig auch eine Binnenwasserstraße der Klasse Vb. Die Fahrrinne hat eine Breite von mindestens 40 m; ihre Tiefe beträgt 3 m. Hier fahren Schiffe von bis zu 110 m Länge und 11,40 m Breite; Schubverbände können mit zwei Leichtern fahren und Abmessungen von 172 m Länge erreichen. Der Bootsführer muss natürlich die einschlägigen Schifffahrtsvorschriften kennen.
Die richtige Ausrüstung für eine Bootstour auf der Mosel
Das Sportboot muss unbedingt ein Kennzeichen haben. Und es sollte auch die folgende Ausrüstung an Bord sein: 1 Rettungsweste pro Person an Bord, 1 Rettungsring, 1 rote Flagge, Feuerlöscher, Verbandskasten, Werkzeug, Positionslaternen, Schallsignalgerät, 1 Eimer, 2 Paddel, 1 Bootshaken, 4 Festmacheleinen (5 bis 10 m), Fender, 1 Anker (mind. 8 kg) mit 25 m Leine, 1 schwarzer Ankerball, Kartenmaterial, wetterfeste Kleidung und Sonnenschutz.
Sehr hilfreich aber nicht vorgeschrieben ist ein Funkgerät. Damit lassen sich die Wartezeiten vor Schleusen ganz erheblich abkürzen. Aber wenn ein Funkgerät an Bord ist, muss der Bootsführer ein Funkzeugnis besitzen.
Höchstgeschwindigkeit für Sportboote auf Mosel
Die Höchstgeschwindigkeit auf der Mosel beträgt 30 km/h über Grund; das heißt die Fließgeschwindigkeit der Mosel wird mitgerechnet. Auf freier Strecke dürfen Sportboote allerdings 60 km/h fahren. Freie Strecke heißt, dass kein anderes Fahrzeug voraus zu sehen ist und auch keine am Ufer festgemachten Fahrzeuge und keine schutzbedürftigen Anlagen passiert werden. Auch auf Strecken, auf denen das Wasserskifahren erlaubt ist, darf bis zu 60 km/h gefahren werden. Lediglich im Bereich zwischen Mosel-Kilometer 3,10 und 5,90 besteht eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung auf 8 km/h. Darauf weisen auch Verkehrszeichen am Ufer hin.
Sog und Wellenschlag vermeiden
Immer wieder liest man, dass die Geschwindigkeit grundsätzlich so einzurichten ist, dass am Ufer, an Stegen, Fähren usw. keine Schäden durch Sog und Wellenschlag entstehen können. Fahrer eines Gleitbootes sollten sich dadurch jedoch nicht die Freude am Gleiten vermiesen lassen. Denn Gleiten bedeutet, dass das Boot weniger verdrängt als es wiegt. In Gleitfahrt entstehen kleinere Wellen als in Verdrängerfahrt. Den größten Wellenschlag verursachen schwere Verdrängerboote, wenn sie mit voller Fahrt laufen. Sportliche Gleiter stören andere allenfalls durch ein lautes Motorengeräusch, aber das ist nicht verboten.
Sog kann nur bei großen Schiffen entstehen und zwar vor allem am hinteren Drittel des Rumpfes. Ein Ruder- oder Segelboot, auch ein Motorboot in langsamer Fahrt kann an die Bordwand gesaugt werden, wenn es einem Schiff zu nahe kommt. Das ist nicht ungefährlich. Sportboote selbst erzeugen keinen Sog.
Die wichtigsten Schifffahrtsvorschriften für die Mosel
Alle für die Mosel geltenden Schifffahrtsvorschriften sind in der MoselSchPV (Moselschifffahrtspolizeiverordnung) enthalten. Wer keine Gesetze lesen, aber dennoch alles richtig machen möchte, sollte stets drei Grundsätze beachten:
1. Mache alles wie im Auto auf der Straße
Wie auf der Straße weichen entgegenkommende Fahrzeuge nach rechts aus. (Zum Begegnen Steuerbord an Steuerbord siehe unten.) Wer wendet oder überholt, muss immer ausweichen. Überholen oder wenden Sie nur, wenn alles frei ist und halten Sie ausreichend Abstand. Auf der Mosel darf auch rechts überholt werden – aber das machen ja auch viele Autofahrer. Auf kreuzenden Kursen gilt für Motorboote wie für Autos rechts vor links.
2. Motorboote müssen Segel- und Ruderbooten ausweichen
Solange ein Segelboot segelt oder ein Ruderboot gerudert wird, muss ein Motorboot ausweichen. Läuft das andere Boot dagegen unter Motor, so gilt es auch als Motorboot.
3. Stahl vor Plastik
Die dicken Pötte haben immer Vorfahrt und ihnen muss – schon zur eigenen Sicherheit – immer Platz für ihre Manöver gemacht werden. Meiden Sie den toten Winkel großer Schiffe. Fahren Sie stets so, dass Sie deren Kommandobrücke sehen können; dann werden Sie ebenfalls erkannt. Fahren Sie niemals dicht vor dem Bug eines Schiffes her; eine Kollision würden Sie vermutlich nicht überleben.
Weitere Schifffahrtsvorschriften für die Mosel
Fahrrinne – Die Fahrrinne wird durch rote und grüne Tonnen bezeichnet. Ein Bergfahrer muss die grünen Tonnen an Steuerbord und die roten Tonnen an Backbord lassen; als Talfahrer muss umgekehrt rot an Steuerbord und grün an Backbord bleiben. Achtung: Die Tonnen sollten mit fünf Meter Abstand passiert werden, weil sie etwa 5 m außerhalb der Fahrrinne verankert sind. Beachten Sie, dass in Außenkurven die Strömung schneller läuft und normalerweise dort das Wasser tiefer ist. Schiffe fahren im allgemeinen in Kurven außen, Sportboote innen.
Hindernisse – Auf Hindernisse im Wasser (z. B. Flachstellen) kann durch Stangen und durch Tonnen hingewiesen werden. Hindernisse am rechten Ufer (in Fließrichtung) werden durch Stangen mit einem roten Kegel, Spitze abwärts, oder durch roten Tonne mit weißen Streifen bezeichnet, Hindernisse am linken Ufer durch Stangen mit grünem Kegel, Spitze aufwärts, oder durch grüne Tonnen mit weißen Streifen.
Begegnen Steuerbord an Steuerbord – Ein entgegenkommendes Fahrzeug ändert normalerweise seinen Kurs nach rechts. Aber wenn ein Schiff am Steuerhaus eine blaue Tafel zeigt, benutzt es die linke Seite des Fahrwassers. In der Schifffahrt heißt dies Begegnen Steuerbord an Steuerbord. Man fährt dann links wie in England, weil auf dieser Seite die Strömung günstiger ist.
Unsichtiges Wetter – Kleinfahrzeuge dürfen bei unsichtigem Wetter nur fahren, wenn sie mit je einem zugelassenen Funk- und Radargerät ausgerüstet sind und der Bootsführer die entsprechenden Patente besitzt. Unsichtiges Wetter bedeutet unter 300 m Sichtweite bei Talfahrt und unter 600 m Sichtweite bei Bergfahrt.
Notfall – Wenn Hilfe benötigt wird, muss bei Tage eine rote Flagge (oder ein anderer geeigneter Gegenstand, etwa eine Schwimmweste) im Kreis geschwenkt werden, bei Nacht ein Licht. Zusätzlich können mit einem Signalhorn lange Töne abgegeben werden. Auch ein Funkgerät kann im Notfall eine große Hilfe sein.
Maschinenschaden – Manövrierunfähige Fahrzeuge in Fahrt müssen bei Tag eine rote Flagge schwenken und bei Nacht ein rotes Licht. Um in einem solchen Fall das Fahrwasser freimachen und in Ufernähe ankern zu können, müssen Paddel und ein Anker an Bord sein.
Sportbootführerschein in Koblenz – noch Fragen offen?
Rechts und links am Seitenanfang finden Sie viele weitere Informationen. Sehr interessant sind die Erfahrungsberichte anderer Online-Kursteilnehmer. Und natürlich können Sie Rolf Dreyer jederzeit anrufen: 0160-840 4538. Wenn Sie zuerst noch mehr lesen wollen, so klicken Sie bitte hier.
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