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	<title>Sportbootfuehrerschein.de Blog &#187; Donner</title>
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		<title>Gewitter auf See</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 12:57:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Dreyer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blitzschlag, Böen bis Orkanstärke, plötzlich drehender Wind, Starkregen, der jede Sicht raubt – Gewitter können einem Boot sehr gefährlich werden. Lesen Sie hier, wie Gewitter entstehen, wann und wo mit Gewittern zu rechnen ist und wie Sie sich bei einem Gewitter am besten verhalten. Gewitterbildung Ein Gewitter entsteht, wenn in der Atmosphäre warme Luft extrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left">Blitzschlag, Böen bis Orkanstärke, plötzlich drehender Wind, Starkregen, der jede Sicht raubt – Gewitter können einem Boot sehr gefährlich werden. Lesen Sie hier, wie Gewitter entstehen, wann und wo mit Gewittern zu rechnen ist und wie Sie sich bei einem Gewitter am besten verhalten.</p>
<h6 style="text-align: left"><span class="Apple-style-span" style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal">Gewitterbildung</span></h6>
<p style="text-align: left">Ein Gewitter entsteht, wenn in der Atmosphäre warme Luft extrem schnell aufsteigt. Dabei können Geschwindigkeiten von 100 km/h erreicht werden, d. h. die warme Luft schießt förmlich nach oben, sie wird mehrere Kilometer hochgerissen und formt dabei die typischen hohen, dunklen Gewitterwolken (&#8220;<a href="http://www.top-wetter.de/lexikon/c/cumulonimbus.jpg" target="_blank" title="Cumulonimbus">Cumulonimbus-Wolken</a>&#8220;). Wenn Luftteilchen bei dem rasanten Aufstieg auseinandergerissen werden, können sich positiv und negativ geladene Luftmassen bilden. Die Entladung erzeugt den Blitz. </p>
<h6 style="text-align: left"><span class="Apple-style-span" style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal">Blitz und Donner</span></h6>
<p style="text-align: left">Schwächere Vorentladungen bauen zunächst einen &#8220;Blitzkanal&#8221; auf. Durch diesen Blitzkanal läuft dann die Hauptentladung, die nur etwa vier Tausendstel Sekunden (0,004 Sekunden) dauert. Der <span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold">Blitz</span> leuchtet jedoch viel länger. Denn in der Regel bleibt es aber nicht bei einer einzigen Entladung, oftmals sind es Hunderte oder sogar Tausende Entladungen, die als ein Blitz am Himmel erscheinen. Sie erhitzen die Luft bis auf 40.000° C, sodass sie förmlich explodiert. In unmittelbarer Nähe des Blitzes hört man das explosionsartige Krachen. Die Schallwellen flachen auf ihrem Weg durch die Atmosphäre immer mehr ab, sodass in mittlerer Entfernung das typische <span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold">Donnern</span> und in größerer Entfernung nur noch ein dumpfes Rollen hörbar ist. <span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold">Wetterleuchten</span> ist ein entferntes Gewitter, das nur noch zu sehen, aber nicht mehr zu hören ist. Die meisten Blitze bleiben übrigens in ihrer Wolke, nur wenige schaffen es eine Wolke weiter und noch weniger Blitze erreichen den Erdboden. </p>
<h6 style="text-align: left"><span style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal" class="Apple-style-span">Gewitterböen </span></h6>
<p style="text-align: left">Die aufschießende Warmluft wendet in der Höhe und fällt mit ähnlicher Geschwindigkeit – noch innerhalb der Gewitterwolke – wieder zurück zu Boden. Von der Erdanziehung beschleunigt können orkanartige <span style="font-weight: bold" class="Apple-style-span">Gewitterböen</span> auftreten. Merke: Eine Böe ist immer – nicht nur bei einem Gewitter – ein &#8220;Gruß von oben&#8221;. </p>
<h6 style="text-align: left"><span style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal" class="Apple-style-span">Wärmegewitter </span></h6>
<p style="text-align: left">Jeder kennt das: Nach einigen schönen Sommertagen wird es schwül und bald entlädt sich ein heftiges Gewitter. Nicht selten bedeutet dies das Ende einer sommerlichen Schönwetterperiode. Solche Gewitter heißen <span style="font-weight: bold" class="Apple-style-span">Wärmegewitter</span>. Sie entstehen über einem stark aufgeheizten Boden, wenn sich in der Höhe eine Kaltluftmasse über die warme Luft am Boden geschoben hat. Man spricht dann von einer <span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold">labil</span> geschichteten Atmosphäre. Sobald die aufsteigende Warmluft in die Kaltluftmasse über ihr gerät, beschleunigt sie ihren Aufstieg erheblich. Auf der Nord- und der Ostsee können sich keine Wärmegewitter entwickeln; das Wasser erwärmt sich hier nicht stark. Auf dem Mittelmeer hingegen wird im Spätsommer das Wasser warm genug, um Wärmegewitter entstehen zu lassen. </p>
<h6 style="text-align: left"><span style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal" class="Apple-style-span">Gewitterhäufigkeit</span></h6>
<p style="text-align: left">Während in den Tropen beinahe täglich Gewitter auftreten, sind Gewitter in den Polargebieten äußerst selten. Dazu ist es dort zu kalt. Man sagt, die Gewitterhäufigkeit nimmt mit der Breite ab: je höher die geografische Breite (je näher an einem Pol ein Ort liegt), desto geringer die Zahl der Gewitter. So gibt es auf dem Mittelmeer deutlich mehr Gewitter als auf der Nord- oder der Ostsee.</p>
<h6 style="text-align: left"><span class="Apple-style-span" style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal">Kaltfronten und Warmfronten</span></h6>
<p style="text-align: left">Mitteleuropa liegt in der planetarischen Frontalzone. In unseren Breiten stoßen polare Kaltluftmassen und subtropische Warmluft aufeinander. Wo Kaltluft die vor ihr befindliche Warmluft verdrängt, bildet sich eine <span style="font-weight: bold" class="Apple-style-span">Kaltfront</span>. Wenn eine warme Luftmasse auf Kaltluft aufgleitet und die kalte Luft unter sich und vor sich herschiebt, spricht man von einer <span style="font-weight: bold" class="Apple-style-span">Warmfront</span>. Warm- und Kaltfronten ziehen mit großen <span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold">Tiefdruckgebieten</span> über Nord- und Mitteleuropa hinweg. Weil das Mittelmeer von hohen Gebirgen umgeben ist, bleibt es vom ständigen Durchzug der Tiefs verschont.</p>
<h6 style="text-align: left"><span class="Apple-style-span" style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal">Frontgewitter</span></h6>
<p style="text-align: left">Wenn eine rasch ziehende Kaltfront die Warmluft kilometerhoch aufwirbelt, können ebenfalls Gewitter entstehen. Die Front heißt dann <span style="font-weight: bold" class="Apple-style-span">Gewitterfront</span> und diese Gewitter werden <span style="font-weight: bold" class="Apple-style-span">Frontgewitter</span> genannt. Frontgewitter können sich in einer Art Kettenreaktion 100 km an der Front entlang entwickeln; das Gewittergebiet kann dabei bis zu 20 km breit werden. Weil warme Luft an einer Warmfront nur langsam aufgleitet, bilden sich an Warmfronten selten Gewitter – und wenn, dann sind sie schwächer. Auf der Nord- und der Ostsee kommen Frontgewitter vor. Sie sind an mächtigen, dunklen Cumulonimbuswolken gut zu erkennen. </p>
<h6 style="text-align: left"><span class="Apple-style-span" style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal">Gewitterfront oder nicht?</span></h6>
<p style="text-align: left">Wenn sich auf See eine beängstigend dunkle Wolke nähert, muss man immer mit starken Böen und Regen rechnen – aber auch mit einem Gewitter, also mit Blitzen und plötzlich drehendem Wind? Falls vorhanden schalten Sie ein Radio auf Mittelwelle ein. Starke Störungen im Rundfunk deuten auf eine elektrisch geladene Atmosphäre, und damit auf ein Gewitter hin.</p>
<h6 style="text-align: left"><span style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal" class="Apple-style-span">Auf Sturm vorbereiten</span></h6>
<p style="text-align: left">Stellen Sie sich auf schwere Böen ein; bereiten Sie Ihr Schiff und alle Personen an Bord auf Sturm vor. Rechnen Sie auf einem Segelboot mit plötzlich drehendem Wind. Gute Seemannschaft verlangt, für den schlechtesten Fall gewappnet zu sein. Studieren Sie die Seekarte sorgfältig, in welche Richtungen Sie gefahrlos ablaufen können. Die schwersten Böen treten im <span style="font-weight: bold" class="Apple-style-span">Hagelzentrum</span> auf, das häufig im linken Teil einer näherkommenden Gewitterwolke liegt. Falls möglich, laufen Sie deshalb nach Steuerbord ab, sodass das Gewitter an der Backbordseite der Yacht bleibt.</p>
<h6 style="text-align: left"><span class="Apple-style-span" style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal">Gefahr durch Blitzschlag</span></h6>
<p style="text-align: left">Ein Blitz gilt als bedrohlich, wenn zwischen Blitz und Donner weniger als 10 Sekunden liegen; er ist dann weniger als drei Kilometer entfernt. Auch bei 10 bis 20 Sekunden Abstand zwischen Blitz und Donner ist die Lage noch gefährlich, weil Blitze einer Gewitterfront etwa 15 Kilometer weit vorauseilen können. Jedoch ist die Gefahr, dass eine Yacht auf See von einem Blitz getroffen wird, sehr gering, aber ausgeschlossen ist dies – insbesondere bei Segelyachten mit hohem Mast – nicht. Wenn Sie Ihr Schiff schützen wollen, finden Sie hier wichtige Informationen zum <a href="http://www.rolfdreyer.de/Downloads/Blitzschutz.pdf" title="Blitzschutz auf Yachten" target="_blank">Blitzschutz auf Yachten</a>. </p>
<h6 style="text-align: left"><span style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal" class="Apple-style-span">Verhalten bei Gewitter</span></h6>
<p style="text-align: left">Obwohl ein Kunststoff- oder Holzboot kein Faradaykäfig ist, also keinen absoluten Schutz bieten kann, sind Menschen bei einem Gewitter unter Deck am sichersten aufgehoben. Wer an Deck bleiben muss, sollte Schuhe mit Gummisohle tragen und im geschützten Cockpit sitzen. Wenn ein Blitz einschlägt, geht er über den Mast und seine metallenen Verstagungen nach unten – davon möglichst großen Abstand halten. Keinesfalls während eines Gewitters an einer Ankerkette hantieren. Bei offenen Booten ohne Mast ist es am sichersten, sich in der Mitte des Bootes zu kauern – Füße zusammen und die Knie umklammern –, um eine Schrittspannung zu vermeiden und nicht der höchste Punkt zu sein. – Das gilt an allen exponierten Stellen im Freien. Der bekannte Spruch &#8220;Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen&#8221; ist ein lebensgefährlicher Ratschlag. Wenn ein Baum in der Nähe ist, dann mehrere Meter Abstand vom Stamm halten. Auch das Radfahren auf plattem Land ist bei Gewitter lebensgefährlich. </p>
<h6 style="text-align: left"><span style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal" class="Apple-style-span">Niemals während eines Gewitters baden</span></h6>
<p style="text-align: left">Natürlich darf man bei Gewitter nicht baden. Blitzeinschläge in das Wasser wirken als elektrische Impulse über mehrere Kilometer, wobei Salzwasser den Strom noch besser als Süßwasser leitet. Weil die Muskeln über elektrische Impulse gesteuert werden, können sogar schwächste Ströme Schwimmbewegungen unmöglich machen oder einem Krampf auslösen. </p>
<h6 style="text-align: left"><span class="Apple-style-span" style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal">Personenschäden durch Blitzunfall</span></h6>
<p style="text-align: left">In Deutschland werden schätzungsweise pro Jahr 30 bis 50 Menschen von einem Blitz getroffen. Trifft der Blitz einen Menschen direkt in den Kopf, so hat er keine Überlebenschancen. Bei indirektem Blitzschlag – wenn der Blitz z. B. über ein Stag oder Want, einen Baum, einen Sonnenschirm, ein elektrisches Gerät oder einen Golfschläger einen Menschen trifft – bestehen durchaus Überlebenschancen, weil dann nicht die volle Energie des Blitzes auf den Menschen übergeht. Dennoch leiden die meisten Opfer eines Blitzunfalls lebenslang unter den Folgeschäden.</p>
<h6 style="text-align: left"><span class="Apple-style-span" style="color: #999999; font-size: 12px; font-weight: normal">Sachschäden durch Blitzschlag</span></h6>
<p style="text-align: left">Im Umfeld eines Blitzes können eine hohe statische Elektrizität und ein sehr starkes Magnetfeld entstehen. Die hohe statische Elektrizität kann zu Spannungsschäden an elektrischen Geräten führen. Daher sollen die Stecker herausgezogen und Antennen vom Funkgerät, Radio, GPS, Radar etc. getrennt werden. Ein sehr starkes Magnetfeld kann einen Magnetkompass unbrauchbar machen, aber auch Navigationsgeräte und Laptops beschädigen. Schutz davor bieten Metallgehäuse aus Eisenblech von mindestens 1 mm Wandstärke, die nach Möglichkeit geerdet sein sollten. Einen Laptop an Bord kann man während eines Gewitters notfalls auch im Backofen verstauen. Im Hafen sollte während eines Gewitters der Elektro-Landanschluss herausgezogen werden. </p>
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